Mittwoch, 14. Januar 2009

Endspurt!

Hey, hey! Frohes Neues, an alle, denen ich das noch nicht persönlich wünschen konnte. Kommt zwar reichlich spät, aber da es bislang noch nichts aufregendes von hier zu berichten gab, bzw. ich zu beschäftigt war, gebe ich diesen Wunsch auch noch Mitte Januar zum Besten!
Hier hat sich aber mit der Zeit wieder einiges an berichtenswertem Stoff zusammengesammelt, den ich Euch nicht vorenthalten will. Meine Zeit in Deutschland habe ich ausgiebigst mit der Familie, Freunden, Sport und Musik machen verbracht, und es war eigentlich viel zu kurz um diese Dinge nach- und sich ein bisschen zu erholen. Am zweiten Weihnachtstag war ich mit meinen Eltern in Würzburg (Bilder), da meine Schwester dort den ersten Teil Bachs Weihnachtsoratoriums gespielt hat. Silvester hat Annika in Münster für mich gerettet, und wir waren u.a. auf der Party von Stefan (langjähriger Klassenkamerad), den ich schon ungf. seit Menschengedenken nicht mehr gesehen habe. Am dritten ging es dann für mich wieder zurück nach Prag und am fünften startete die Uni mit Orthopädie. Unser Prof. ist ein ziemlich skuriler aber witziger Typ von der alten Schule, der aussieht wie ein Fleischer (wer Diablo früher gespielt hat, dem sei gesagt, dass dieser Mensch in Sprache wie Erscheinung dem sog. "Butcher" Portrait stand). Ich hoffe ich bekomme ihn für Euch noch in seiner vollen Schönheit unbemerkt vor die Linse.
Am Wochenende war ich mit Maria für einen Kurztripp in Dresden. Das letzte Mal bin ich dort mit fünf Jahren oder so gewesen, und kann mich daher an nichts erinnern. Bei schönstem Sonnenschein aber klirrenster Kälte haben wir uns Dresdens Innenstadt angeschaut. Maria war zwar von der Stadt sehr, von den Temperaturen überhaupt nicht begeistert. Wundert mich auch nicht, wenn der Winter in ihrem Teil Spaniens nur mit kuscheligen 5°C aufwarten kann. Trotzdem hatten wir ein wunderbares gemeinsames Wochenende und der Zufall wollte es, dass der zweite Teil des Weihnachtsoratoriums aufgeführt wurde, was ich mir und ihr natürlich nicht entgehen ließ, und ihr das praktischer Weise zum Geburtstagsgeschenk machte.
Dummer Weise stand dann heute mein verschobenes Derma-Examen an, für das ich knappe 2 Tage zum lernen hatte. Hat halt nicht gereicht, und ich bin durchgerauscht - allerdings war ich nicht der einzige. Das Examen scheint für manch einen ERASMUS-Studenten nicht machbar zu sein.
Welche Konsequenz zieht man daraus?
Ich habe sofort meiner Koordinatorin in Deutschland eine Mail geschrieben und gefragt, ob ich das Examen auch dort mitschreiben könnte. Der gute Weg des geringsten Widerstandes. Vor allem aber, weil ich nicht einsehe, diesen drögen Stoff noch einmal zu inhalieren, und selbst dann, bei intensiverem Auseinandersetzen mit der Materie noch nicht einmal die Gewissheit zu haben, ob es reichen wird, da es echt nicht ganz ohne ist. Der Ausflug mit ihr war es allemal wert.
Gleich geht es mit Michael an die Planung diverser Ski- und Snowboardausflüge. Dank der anhaltenden Kälte geht hier in der Umgebung bestimmt so einiges. Und dann bleibt wohl kaum mehr Zeit für Wien oder Budapest. Meine Kurse laufen noch bis einschließlich nächste Woche, anschließend eine Woche Urlaub vom Urlaubssemester mit boarden, und dann noch eine Woche Prag. Dann ist es das schon gewesen mit dem Lotterleben hier, was ich aber in vollsten Zügen genossen habe, und wenn ich an die verbleibende Zeit in Gießen denke, ich jenes jetzt schon zurücksehne.
Hier gibts noch ein paar Bilder aus Dresden