Dienstag, 16. Dezember 2008

Weihnachten, Weihnachten!

So, der wahrscheinlich letzte Eintrag in diesem Jahr aus der Stadt der Städte, gleich nach Oldenburg, versteht sich. In der letzten Zeit ist hier ziemich Ruhe eingekehrt. Vorerst keine Reisen mehr in andere Städte, man ist ein bisschen müde und erschöpft. Und ich sehne mich doch, auch wenn ich die Zeit hier zu 120% genieße, nach Oldenburg zurück. Am Montag steht meine 8 stündige Zugrückfahrt gen Heimat an. Zuvor wären noch 2 Testate zu bewerkstelligen; Dermatologie und Gerichtsmedizin. Ersteres habe ich für mich gerade geskippt und auf post-Weihnachtsferien verschoben. Einerseits bin ich ausgebrannt, und will die letzte Woche noch ein bisschen befeiern, andererseits ist es stinklangweilig und das Testat soll wohl auch ein bisschen anspruchsvoller sein. Aufgeschoben ist aufgehoben, oder? Zumindest für dieses Jahr. Zur Gewissensbereinigung hat Micha mich an die Worte des hiesigen Dekans erinnert: "Ich wünsche Ihnen einen schönen Aufenthalt, und studieren sie nicht nur, sondern genießen Sie die Zeit hier." An derlei Empfehlungen halte ich mich gerne. Gerichtsmedizin reicht aus. Und ist auch interessanter. Zwei Selbstmorde, ein Sprung aus großer Höhe und einer per Feuerwaffe. Auf jeden Fall spannender als Neurodermitis. Außerdem habe ich vergangene Woche mein Uroexamen ziemlich gut gemeistert. Also locker machen!
Partytechnisch ging in der letzten Zeit nicht gar so viel. Ein erwähnenswerter Event war eine von Spaniern vorgezogene Silversterparty am 13.12. da die meisten über Silvester nicht gemeinsam in Prag sein werden. Wenn man in Spananien Silvester feiert wird man mit einem komischen Brauchtum konfrontiert: Um 0 Uhr muss man mit jedem Glockenschlag einer Uhr eine Weintraube verzehren. Und eben dies wurde von ca. 40 ERASMUSlern auf einem der größten Touriplätze hier in Prag zelebriert und von mir per Videodokumentation festgehalten.

Das war ein Teil der Truppe, mit dem wird "Silvester" gefeiert haben.


Ansonsten habe ich mich ein bisschen mit dem Kulturprogramm hier auseinandergesetzt, und ein paar Opern und weitere günstige Konzertsäle ausgemacht. Im sogenannten Rudolfinum, ein unglaublicher Saal mit einer Orgel die etwa die ausmaße unserer Hausfasade hat, kann man als Student für 2 Euro regelmäßige Konzerte von bester Qualität besuchen. Das Orchester wird immerhin von der tschechischen Philharmonie gestellt.
Die Opern kann man hier bei einem Eintrittspreis von 8 Euro aufwärts besuchen. Wahnsinn.
So, das war es wahrscheinlich erstmal von der prager Front, nächstes Jahr gehts hoffentlich mit ein paar Reisen (Wien, Budapest, Snowboarden?) weiter. Dann stehen noch mindestens Orthopädie und Genetik an, evtl. kommt noch Gynäkologie dazu - das hängt aber von der hiesigen Organisation ab. Den fleißigen Lesern dieser Seite (gibt es die?) wünsche ich auf jeden Fall schöne Weihnachten und falls man sich nicht mehr sieht/spricht ein feuchtfröhliches Fest ins neue Jahr.

Freitag, 5. Dezember 2008

Krakau

Wochenende! Und somit Zeit für einen Blogeintrag, insbesondere zum vergangenen Wochenende, das ich mit 16 weiteren ERASMUS-Studenten in Krakau verbracht habe. War eine sehr schöne und eindrucksvolle Zeit. Am Donnerstag Abend sind wir per Nachtzug in 8 Stunden nach Polen gefahren, und kamen also völlig verpennt und übernächtigt um sieben morgens in Krakau an. Dafür hatten wir aber bei zwei Übernachtungen im Hostel einen kompletten Tag mehr zur Verfügung.

Am Freitag haben wir uns Krakaus Innenstadt angeschaut. Da ich von Kommilitonen gehört hatte, dass Krakau ein bisschen wie Prag in klein sei, ging ich mit entsprechenden Vorstellungen dorthin - und wurde anständig enttäuscht. Nur ein kleiner Teil der immerhin Millionenstadt ist wirklich sehenswert. Sobald man aber den kleinen Altstadtkern verlässt, wirds östlich-plattig. Das etwas außerhalb gelegene Schloss war nett anzuschauen - die Polen sind immer noch stolz wie Oskar auf ihren Papst Paule, dem zu Ehren sie mehr oder weniger ein halbes Museumsstockwerk als Johannes-Schrein eingerichtet haben. Man konnte dort spannende Dinge, wie zum Beispiel seine Indoor-wohlfühl-Schlappen, einen Becher aus dem er mal getrunken haben soll und noch vieles mehr besichtigen. Sehr sehenswert... Abends war dann kochen angesagt. Für 17 Leute ist das schon eine ziemlicher Herausforderung, die allerdings bravourös gelöst wurde. Da am nächsten Tag der Besuch im KZ Auschwitz/Birkenau anstand, ging es früh ins Bett.



Auschwitz war, hmm, eindrücklich-erschütternd. Gelesen hat man ja durchaus eine ganze Menge darüber und wurde in der Schule hypersensibilisiert; aber diese perfektionierte Tötungsfabrik hautnah zu erleben überstieg meine Vorstellungskraft. Dass der Mensch nur noch als Materie anzusehen war, die es kostengünstig und rasch zu töten und zu verbrennen galt, schnürte mir die Kehle zu. Ich kann jedem nur empfehlen Auschwitz einmal direkt zu erleben.
Dies galt es auf jeden Fall zu verarbeiten, und entsprechend kurz fiel dann auch das Abendprogramm aus.
Am nächsten Tag ging es um zwei bereits zurück nach Prag, nachdem wir noch ein paar weitere Ecken der Altstadt erkundeten und die vielleicht dickste heiße Schokolade der Welt getrunken haben.
Es war auf jeden Fall ein wieder rundum gelungenes Wochenende.
Dies Wochenende verläuft wahrscheinlich eher ruhig. Heute Abend geht es endlich mal wieder in eine Jazz-Blues-Kneipe, ansonsten steht noch nichts an. Außer vielleicht ein bisschen lernen für meine Urologieprüfung, die ich am Mittwoch habe. Die zurückliegenden zwei Wochen Uro waren durchwachsen bis schlecht. Einziger Lichtblick war eine radikale Prostatektomie. Eine sehr ambitionierte Kommilitonen, die meist nur durch dämliche Fragen aufgefallen ist, assistierte bei der OP, verließ dann plötzlich im Rückwärtsgang den OP-Tisch und kollabierte mir in die Arme. Daraufhin durfte ich weiter assistieren, mir wurde eine ganze Menge erklärt und am Ende habe ich dann den Pansen zugenäht. Ansonsten war die Veranstaltung leider äußerst dürftig - eigentlich schade, denn Uro ist, abgesehen von zu vielen männlichen Genitalien, irgendwie ein nettes kleines Fach, das sowohl konservative wie auch chirurgische Arbeit, und damit Abwechslung bietet.
Nächste Woche geht es dann hier mit zwei Wochen Dermatologie los und dann bin ich am 22sten schon wieder in good old Oldenburg!
Weitere Bilder vom Wochenende

Donnerstag, 27. November 2008

Karlsbad

Kurzer Zwischenbericht, gleich geht's los nach Krakau. Per Nachtzug 8 Stunden oder so. Die man aber sinnvoll mit pennen nutzt. Faul, wie ich bin, habe ich leider nicht an der Planung für den Trip teilgenommen - um so dankbarer bin ich den zwei Kollegen, die das Hostel und die Tickets organisiert haben. Allerdings musste ich in den vergangenen Tagen auch ein wenig ranklotzen, HNO-Prüfung stand an, durch die ich mich solala durchgewurschtelt habe. Egal, weg ist weg und vier gewinnt :)
Am Freitag bin ich mit Teresa, einer deutschen Kommilitonin aus Dusseldorf nach Karlovy Vary - Karlsbad gefahren. Der Freitag, an dem Nord- und Mitteleuropa von einem Wintereinbruch heimgesucht wurde. Leider hatten wir keine Badesachen eingepackt, und haben uns dann 6 Stunden durch Schnee, Wind und Regen gekämpft, anstatt in einem der Thermalbäder den Winter Winter sein zu lassen. Aber es war trotz mäßiger Wetterlage ein klasse Kurztrip. Die 50.000 Einwohnerstadt, umgeben von zahlreichen hügelartigen Bergen, durch die schon Goethe gezogen ist, hat einen äußerst schönen Stadtkern. Touristenattraktion Nr. 1 sind aber die zahlreichen Thermalquellen. Daher der Name Karlsbad. Man läuft, wenn man das möchte, mit einem hässlichen Porzellanbecher bewaffnet eine abgesteckte Route ab und trinkt zwischen 40 und 60 Grad heißes Wasser aus diesen ca. 15 verschiedenen Thermen. Die Quellen waren nicht so spannend, dafür aber die Bausubstanz, die auf jeden Fall an Prag erinnert. Interessant war vor allem die russisch-orthodoxe Kirche dort, in der gerade ein Gottesdienst mit ordentlich Weihrauch abgehalten wurde. Trotz einschlägiger familiärer Vorbelastung habe ich keine Ahnung von den Orthodoxen und ihrem Verständnis von Kirche. Würde mich mal interessieren, weil es in jedem Falle viel (spi-)ritueller abgelaufen ist, als der 0815 Gottesdienst der Evangelokatholiken.
Eine Abschließende kleine Wanderung mit Blick von einem Aussichtsturm auf Karlsbad rundete den Besuch ab, und am frühen Abend gings dann zurück nach Prag, wo es postwendend mit dem Besuch aus Gießen weiter zur Party ging. Anstrengend aber lohnenswert.
Fotos von Karlsbad

Donnerstag, 20. November 2008

Sächsische Schweiz

Das nächste Ausflugsziel lautete Sächsische Schweiz. Nach ca. 2 Monaten mal wieder Deutschland betreten, und irgendwie hat es sich gut angefühlt mit den Einheimischen wieder die eigene Sprache zu sprechen-wenn der sächsische Dialekt auch total dämlich klingt.
Micha hat das ganze angeleihert, weil er schon einmal dort war. Trotz prognostiziertem Regen hielt sich das Wetter ziemlich gut, und es war ein traumhafter Ausflug. Um etwa 11 sind wir in Bad Schwandau angekommen und mehr oder weniger drauf los gewandert. Abgesehen von der wirklich unglaublichen Landschaft war der Nervenkitzelhöhepunkt eine kleine Klettertour, die man eigentlich nur mit Sicherung und Erfahrung besteigen sollte. Mit beidem konnten wir nicht dienen. Wie auch immer, ich muss da in jedem Fall noch einmal für längere Zeit hin.
Bilder
Ab und an frage ich mich, ob ich eigentlich überhaupt noch studiere. Die nächste Klausur (HNO) steht erst nächste Woche an - noch viel zu weit weg, um darüber nachzudenken. Eher mache ich mir Gedanken über die nächsten Ausflugsziele. Morgen werde ich nach Karlsbad fahren, und für das übrige Wochenende sind Hendrik, Tim und Matze aus Gießen hier in Prag und wollen ein bisschen bespaßt werden. Der Wientrip, der ursprünglich geplant war, musste leider auf Januar verschoben werden und nächstes Wochenende gehts ab nach Krakau. So zumindest der Plan. Langweilig wirds hier auf jeden Fall gar nicht. Ich bin sogar ein bisschen froh, wenn ich Weihnachten (für phänomenal günstige 30 Euro mit der Bahn) nach Oldenburg fahre, und ich mich nicht mehr genötigt fühlen muss, das maximal mögliche aus diesem Aufenthalt rauszuquetschen. Und ich freue mich auf ein kleines bisschen Privatsphäre. Zwar komme ich mit Micha super zurecht, dennoch ist es hin und wieder anstrengend keinen Rückzugsraum zu haben.
Aber bis dahin geht hier noch so einiges!

Dienstag, 18. November 2008

Oldenburg in Prag

Die Zeit rast. Und ich komme nicht hinterher, meinen Aufenthalt im Blog zu kommentieren. Bereits zwei Wochenenden die in jedem Fall berichtenswert sind, sind bereits vergangen, und ich versuche den Verzug ein wenig aufzuholen.

Am vorletzten Wochenende hatte ich Besuch von alten Oldenburger Freunden: Annika, Achim und Jan Lars, mit denen ich zur Schule gegangen bin bzw. Musik gemacht habe. Die zwei Jungs sind am Donnerstag Abend bereits per Zug nach Prag gekommen, Annika haben wir am nächsten Tag vom Flughafen abgeholt. Prognostiziert wurde bereits im Vorfeld ein fulminantes Partywochenende. Und das sollte es dann auch werden. Am Freitag gings mit dem "üblichen Touriprogramm" los. Karlsbrücke, Schloss, Moldau und schon war der Nachmittag vorbei.
Am Abend habe ich den hohen Besuch gebührend in die vielleicht beste Jazzkneipe bei Bier und Livemusik geführt.War schonmal ein Kracher. Um einen kleinen Eindruck von dem Jazz zu bekommen, hier klicken. Die Jungs waren echt großartig.
Einziger Wehrmutstropfen: Annikas Gepäck, gut verstaut im Bahnhofsschließfach war um 1 als wir nach Hause wollten, nicht mehr zugänglich.
Am Samstag ging es dann nach Vysehrad, einem Stadtteil Prags, der wunderschön und vor allem nicht von Touristen überlaufen ist. Gabs glaub ich auch schon nen Eintrag drüber :)
Abends Italienisch essen (es gibt hier mehr Italienische Restaurants als in Italien selber), alkoholische Präparation im Wohnheim und Abschluss in einem der größten Tanzclubs Europas. Fünf Etagen und eigentlich nur schlechte Musik, aber mit den dreien kann man fast überall hingehen und Spaß haben. Einzig dumme war wieder Annikas Koffer, den wir zwar diesmal rechtzeitig abgeholt haben, in dem nur eine Flasche Weißwein zu bruch ging. Prinzipiell hätte sie komplett ohne Ersatzklamotten kommen können, Unterwäsche wurde freundlichster Weise von den zwei Herren gestellt :)
In dem Club mit der schlechten Musik haben wir noch eine Kommilitonin von mir getroffen, die auch Freundinnen da hatte, und haben gemeinsam einen super Abend verbracht. Um halb sieben wieder im trauten Heim angekommen, und am nächsten Tag die zwei Jungs zum Bahnhof gebracht. Zwar war das Wochenende insgesamt eher verregnet, der Sonntag hingegen war wettertechnisch so, wie ich die Wochenenden zuvor in Prag genießen durfte: Sonne ohne Ende. Den Tag habe ich dann mit Annika in einem der umliegenden Parks verbracht.
Insgesamt war es den Prognosen entsprechend ein phänomenales Wochenende das Wiederholung schreit und dessen Nachwirkungen sich nur ein einem Kater der Lachmuskeln bemerkbar machten.
Viele Bilder dazu

Dienstag, 4. November 2008

Bierheuschrecken

Mal wieder Zeit für einen Eintrag. Vor allem, nachdem ich mich kürzlich mit Europas Bierstatistik auseinandergesetzt habe. Dabei musste ich feststellen, dass nicht wie vermutet der gemeine deutsche Bierbauch einsam und unangefochten am schnellsten, meisten und qualitativ hochwertigsten den güldnen Gerstensaft vernichtet. Nein, bei einem pro-Kopf-Verbrauch von 115 Liter pro Kopf und Jahr liegen wir ziemlich abgeschlagen auf Platz zwei hinter den Tschechen, die mit sehenswerten knapp 160 Litern fast noch einmal die Hälfte mehr in sich reinschrauben. Donnerwetter, hab ich mir gedacht, und musste auf den Schreck erst einmal einen halbes Maß Pilsener Urquell verdrücken. Doch aus deprimiert-sinnierender Gefühlslage, gekränkt und aus enttäuschter Liebe zu seinem bierseeligen Vaterland, entspringen den meisten Schöngeistern, Dichtern und Denkern, wie ich einer bin, die dollsten Geistesblitze:
Denn Tschechen habe ich in Tschechien noch kaum welche getroffen. Wenn man über die Plazas und durch die Parks streift, sieht und hört man eigentlich nur Touristen, allen voran Deutsche. Und genau die sorgen für diesen gewaltigen Umsatz.
Zweitens kann man hier auch einfach nicht seinen Bierkonsum einschränken - es werden aus Prinzip, oder Tradition, oder welchen Gründen auch immer, nur 0,5l Flaschen verkauft. Ist mir allerdings auch nicht ganz unsympathisch. Allerdings ist der Gerstensaft hier mit 4,2 % viel milder als jener, nach wohlbekannt deutschem Reinheitsgebot gebraute Nektar, und lässt sich mirnichtsDirnichts herunterstürzen, ohne auf den mannigfaltigprickelnderfrischendherben (das Attribut "herb" existiert bierbetreffend hier einfach nicht) Geschmack zu achten.
Das letzte und rhetorisch somit wichtigste Argument folgt auf dem Fuße:
Das Bier wird hier staatlich subventioniert!!!
Glaub ich zumindest. Aber anders kann ich mir das einfach nicht vorstellen, denn nahezu jedes Bier ist hier im Supermarkt günstiger als das billigste Wasser. Selbst wenn man im Restaurant eine schäbige 0,2 Liter Cola bestellt, bekommt man das Bier für 2/3 des Coke-Preises. 0,5 l wohlgemerkt!
Diese Statistik geht einfach nicht mit rechten Dingen zu, war ja klar.

Beruhigt von diesen Gedanken kann ich mich noch kurz weiteren mehr oder weniger wichtigen Dokumentationen meines Aufenthalts hier widmen. Letzte Woche habe ich per Klausur und mündlichem Examen Zeugnis über meine exzellente Kenntnis der zahlreichen ophthalmologischen Pathologien / gemeinhin ekligen Augen abgelegt. Dies wurde wiederum zünftig begossen - allerdings aus gekränktem Stolz nicht mit Bier, sondern mit dem zweitwichtigsten tschechischen Getränk Absinth. Außerdem gab es leckere spanische Tortillias, Salat und Micha hat einen unglaublich leckeren, griechischen Nachtisch gebaut.
Bilder dazu.
Ach ja: Aus welchem Grunde auch immer haben zwei Italiener zu meinen Ehren mir mit einer Tanzperformance gehuldigt - das kann ich natürlich niemandem vorenthalten - vor allem den beiden nicht.
Es stellt Südeuropäer generell dabei vor eine nahezu unlösbare meinen Namen gescheit auszusprechen. Bei dem Versuch dabei kommt in etwa ['Suhn-ken] raus, wie diverse Stimmen aus dem Off und die zwei Grazien demonstrieren. Lieber wären mir zwar weibliche Cheerleader gewesen, aber für den Anfang will ich mich damit begnügen.
Video

Sonntag haben wir an einem organisierten Ausflug zu einer von Touristen eher unberührten Burg (von der eigentlich nichts mehr übrig war), Kirche und Friedhof mit leider nebeligem Blick auf die Moldau teilgenommen. Das ganze hatte aber eben insofern seinen Scharm, da man dort kaum Touristenvolk antrifft. Abschließend habe ich dann mit Micha den Abend in einer Jazzkneipe ausklingen lassen. Das ist auch etwas, was ich noch einmal herausheben möchte. Die Jazzszene ist hier der Hammer. Jeden Abend qualitativ hochwertigster live-Jazz in Kellergewölben. Leider mit etwa acht Euro etwas teuer für Prager Verhältnisse, aber heute habe ich einen Teil meines Stipendiums überwiesen bekommen, und beschlossen, dass es in Livemusik jedweder Art bestens angelegt ist!
Ein paar Bilder dazu.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Carpe diem!

Man man man, diese Stadt ist der Hammer.
Ich genieße diesen Aufenthalt mit jedem Tag ein Stück mehr. Manchmal denke ich ernsthaft über eine Verlängerung nach. Gefühlt hat diese Stadt ähnlich viel zu bieten, soweit ich das bereits überhaupt einzuschätzen vermag, wie Berlin, ist allerdings um Längen schöner, nicht so riesig und unüberschaubar und das Wetter eigentlich nur sonnig (letzte Woche hatten wir zeitweise gefühlte 23 Grad).
Am Wochenende sind wir abends durch die Innenstadt maschiert, und haben Jazz-Clubs ausgekundschaftet. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir sieben Stück beisammen, jeden Abend Livemusik, sind in dann in dem mit der besten Atmosphäre bei bester Musik versackt. Perfekter Abend - leider Kamera vergessen, um die Stimmung wenigstens im Bild festhalten zu können. Aber ich bin mit Sicherheit nicht das letzte Mal dort gewesen.
Heute mit Maria (Spanierin) und Andrea (Italiener; Namen, die dem Durchschnittsdeutschen bzgl. der Zuordnung des Genus anhand der Bilder durchaus Probleme bereiten könnten) einen der zahlreichen Parks hier ausgekundschaftet. Den Herbst kenne ich aus Oldenburg eigentlich fast nur als triste regnerische Jahreszeit (ist in Gießen ähnlich :), das einzig schöne ist, dass bei uns zu Hause der Kamin befeuert wird, und sich dort die Familie trifft - wenn sie denn alle daheim sind.
Hier ist der Herbst bislang ein einziger AltweiberSOMMER. Vor allem am Wochenende. Häufig leicht neblig, was die perfekte Sicht von den vielen, die Innenstadt umgebenden Hügeln etwas trübt, aber in der Sonne immer noch warm, so dass man mit dem herbstlich gefärbten Laub aus dem Park heraus einen wunderschön malerischen Eindruck auf die vielen Jugendstilbauten bekommt. Herrlich! Allerdings haben sich die Prager aus einem mir schleierhaften Grund zu einem Miniatur-Eifelturm inmitten dieses Parks entschieden. Nobody's perfect.
Parkbilder
Abschließendes Essen - lecker und günstig - beim Italiener. Schade nur, dass mein Bauch zur Zeit bierübersättigt scheint, sich aber damit der Leber ein kurzer Zeitraum für Regeneration bietet.
Prost!

Freitag, 17. Oktober 2008

endlich Wochenende

Yeah, erstes Examen geschafft. War nur keine Glanzleistung. Die dämliche Prüferin hat uns ziemlich Dampf gemacht. Zwar ließ die Vorbereitung unsererseits auch wirklich zu wünschen übrig - wer hätt's gedacht? - aber irgendwie hätt ichs gern entspannter gehabt. Egal, rum is rum und es soll wohl auch die anspruchsvollste Prüfung gewesen sein. Gut dass wir die jetzt weghaben. Zur feier des Tages gings dann gleich in die nächstbeste Kneipe um die Ecke, wo wir uns dann in guter norddeutscher Frühschoppmanier um 10:30 den ersten Liter Pivo plus Rum gönnten. Krass war allerdings, dass wir in der Kneipe nur noch den letzten Tisch bekamen, alle anderen waren schon mit biertrinkenden Tschechen besetzt.
Nächste Woche haben wir Uni erst gegen Nachmittag, so dass wir Zeit zum Ausschlafen haben und ich hoffentlich endlich dazu komme Prag besser kennen zu lernen. Neuro hat mir das ziemlich verleidet. Als meine Tante plus Familie hier zu einer kurzen Stippvisite zu Besuch waren, musste ich mich immer noch tourimäßig mit ner Karte durch Prag kämpfen.
Am vergangenen Wochenende gabs in dem umliegenden Wald/Park lecker spanisches Reisgericht mit abschließendem deutschen Obstsalat und multinationalem, frauendominierten Fußball. Da können sich Vertreterinnen des deutschen schwachen Geschlechts mal ne Scheibe von abschneiden :)  Bilder dazu
Am Sonntag führte uns wieder ein von der Uni organisierter Trip aus Prag hinaus nach Český Krumlov. Neben einem Schloss war auch das Städtchen bei bestem Wetter äußerst sehenswert. Auch hier ließ sich anhand des Namens der Stadt der deutsche Ursprung nachvollziehen. Krumlov entstammt mit ein bisschen viel Phantasie der "krummen Aue". Wenn man auf dem Stadtplan dem mäanderförmigen Lauf der Moldau folgt, kann man die namensgebende Krumme Aue nachvollziehen. 
Bilder von Český Krumlov
Im Augenblick bin ich viel mit feierwütigen, verträumten und immer zu spät kommenden Espanieros unterwegs. Das hat einen unglaublichen Unterhaltungswert, allerdings stellen die Damen und Herren meine Geduld hin und wieder ziemlich auf die Probe. Man fällt sich ins Wort, wird niedergeredet, grundsätzlich bei jedweder Diskussion angefasst, Küsschen links, Küsschen rechts, zu spät gekommen, Verabredungen als unverbindlich betrachtet, haben mindestens fünf Mahlzeiten am Tag und und und. Und sie sind alle klein und schwarzhaarig. Es ist schon krass zu sehen, wie unterschiedlich doch die Kulturen und Gemüter innerhalb des europäischen Kulturraums sind. 
Heute hat bei mir dann der zweite Block mit Ophthalmologie begonnen. Uns wurde u.a. eine subbulbäre (unter den Augapfel) Injektion gezeigt: 5 cm lange Kanüle von vorne unter das Auge bis zum Anschlag eingeführt. Pfui! Augen sind eklig!

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Kutna Hora & Co.

Ich suche im Augenblick angestrengt nach Zeit zum bloggen. Es gibt einfach zu viel zu tun und alles frisst zu viel Zeit. Mein Stundenplan will organisiert werden. Es gibt hier offensichtlich genug ERASMUS-Studenten, so dass man sich für ein Fach zusammenschließen kann, gemeinsam zu einem Prof geht, und ihn bittet einen neuen Kurs nur für uns aufzumachen. Not bad, aber mit nicht unerheblichem Organisationsaufwand verbunden. Wie auch immer.
Heute bin ich zum Prager Uni-Chor gegangen, und hab mir das mal angeschaut. War auch ganz gut, und ich denke mal, dass ich das Semester versuche, regelmäßig dran teilzunehmen. Der Proberaum ist in einer der internistischen Kliniken, in einem unglaublich schönen Saal, dessen Akkustik manchem Konzertsaal in nichts nachsteht.
Außerdem war heut meine erste Tschechischstunde. Das wird auf jeden Fall schwieriger als gedacht, und ich werde am Ende wahrscheinlich nicht mehr als die nötigsten Phrasen beherrschen. Vor allem muss der Kurs auch noch direkt in der postprandialen Phase stattfinden, wo ich meist schon genug damit beschäftigt bin meine Augen offenzuhalten. Mal sehen, ob ich dabei bleibe. Wenigstens ein bisschen was von der Sprache mitzunehmen wäre schon schön.

Am Wochenende bin ich mit ca. 100 Studenten in Kutna Hora gewesen. Nettes Städtchen, ein bisschen Prag in klein. Zu besichtigen waren dort eine frisch renovierte Zisterzienserkirche. Hat mir irgendwie nicht so gut gefallen. Sie wurde mir zu arg herausgeputzt und für eine eigentlich derart alte Kirche sah das alles zu künstlich und neu aus. Außerdem stand die leider zur Zeit äußerlich durch Restaurierungsarbeiten entstellte St. Barbara Kirche, eine Silbermine, die zum nicht unerheblichen Reichtum der Stadt beigetragen hat und eine sog. Bone-Chapel, die die knöchernen Überreste von ca. 40.000 Menschen beherbergen soll auf dem Programm. Grenzwertig bis abstoßend-faszinierend. Aber insgesamt ein sehr schöner Trip mit viel alter Bausubstanz, Sonnenschein und gutem Essen.
Bilder Kutna Hora als Diashow

Sonntag war ich mit Michael in einem 700 Meter von unserem Wohnheim entfernten angrenzenden Wald mit See, was einen krassen Kontrast zu der uns umgebenden Plattenbausiedlung darstellt. Hier habe ich auf jeden Fall einen Platz zum Joggen gefunden - näher als ich dachte :) - um eventuell ansetzendes Bier postwendend wieder abzutrainieren. Ich glaube, es gab bislang nicht einen einzigen Tag, an dem ich nicht wenigstens einen halben Liter "Pivo" getrunken habe. Das Zeug schmeckt einfach zu gut, und ist billiger als Wasser :)
weitere Bilder

Freitag, 3. Oktober 2008

erste Woche

Das erste Wochenende ist erreicht. Am Mittwoch war der erste Tag mit Vorlesung und Seminar. Um Punkt 8 gehts hier los und man merkt erst jetzt so richtig, wie weit man hier vom Stadtzentrum entfernt ist. Durch den Berufsverkehr braucht man ca. 40 Minuten um an der Neurologie anzukommen. Also müssen wir hier alles in allem um 6.30 raus aus den Federn. Das ist ziemlich ätzend, aber nur zu ändern, wenn man sich eine eigene Wohnung in Prag sucht. Und darauf habe ich noch weniger Lust, als so früh aufzustehen.
Ansonsten ist die Wohnsituation eher grenzwertig. Studentenwohnheime, die eben nicht viel Platz zum Wohlfühlen lassen, und wahrscheinlich auch nur zum Schlafen und Feiern gedacht sind, wurden mitten in einer Wohnbatteriesiedlung hochgezogen, die auch nicht viel zu freundlicherem Flair beiträgt. Nichts, wo ich es länger als ein knappes halbes Jahr aushalten würde, ohne eine mittelschwere Depression oder Psychose davonzutragen ;-)
Unser Semester ist komplett in Blöcken organisiert. Also je nach Fach etwa 3 Wochen an einer bestimmten Fakultät, dann eine abschließende Prüfung und es beginnt der nächste Block. Find ich prinzipiell ganz gut, dass man nicht erst am Ende mit Prüfungen überhäuft wird. Bislang waren die Veranstaltungen gegen 12 schon wieder zu Ende, ich habe aber keinen Überblick darüber, wie lange wir in den kommenden Wochen auf den Stationen eingeteilt sind, wenn wir auf Patienten losgelassen werden.
Die Vorlesungen sind wie die Seminare ganz gut, der englischen Sprache kann man ziemlich gut folgen, obwohl ich leider alles andere als ein Englischtalent bin. Im Gegensatz zu den deutschen Seminaren ist das unsrige bloß sieben Mann bzw. Frau stark, was das den Lerneffekt auf jeden Fall positiv beeinflusst. Die Prüfungen sind, soweit ich das verstanden habe, alle mündlich. Ich hoffe, dass ich bis dahin meinen aktiven Wortschatz an den passiven ein wenig angeglichen habe. Es ist der Wahnsinn, in was für Gebäuden sich die medizinische Fakultät befindet. Alte Bausubstanz außen - wie allerdings auch innen. Bislang habe ich zwar nur die Neurologie von innen kennengelert, aber der Kontrast der äußerlich so wunderbaren Fassaden und der Innenausstattung könnte kaum unterschiedlicher sein.

 
Turm einer Kirche, die im Park der Psychiatrie steht 
 Die Pathologie
Ungünstiger Weise ist die medizinische Fakultät die einzige, die bereits ihre Studenten mit Vorlesungen nötigt. Die anderen Fakultäten starten erst nächste Woche mit Einführungswochen, so dass wir hin und wieder in den letzten Tagen durch Flurparties am schlafen gehindert wurden. Auch die erste Erasmusparty musste ich gegen 1, als es erst richtig losging, wieder verlassen, weil am nächsten Tag Uni anstand.

Am Samstag wird hier ein Trip angeboten, bei dem wir Kutna Hora besichtigen, eine Stadt 70 km östlich von Prag und UNESCO-Weltkulturerbe. Was mich da genau erwartet, weiß ich noch gar nicht, aber ich find's gut, dass uns die Möglichkeit geboten wird, auch über Prag hinaus ein bisschen Tschechien kennen zu lernen.
Abgesehen von einer latenten Müdigkeit durch frühes Aufstehen und spätes Biertrinken genieße ich meinen Aufenthalt hier bislang sehr und bin froh für ein Semester aus Gießen rausgekommen zu sein.

Montag, 29. September 2008

Angekommen


Nach etwa 7 Stunden Zugfahrt von Gießen aus haben wir es endlich geschafft und unser Ziel Prag erreicht. Mit viel zu viel Gepäck und teilweise zu knapper Zeit zum Umsteigen wurde die Fahrt ein wenig stressiger als gedacht - wer rechnet schon damit, dass die Deutsche Bahn unpünktlich ist...


Vom Bahnhof aus ging es per Taxi zum Studentenwohnheim. Für den Fall, dass ihr jemals in ein tschechisches Taxi steigt: Handelt den Fahrpreis im Vorraus aus. Äußerst dubiose Gestalten wollten uns für etwa 50 Euro die 15km von der Main Station zum Wohnheim fahren. Bisschen viel, trotz hoher Spritkosten. Letztendlich haben wir jemanden aufgetrieben, der die Fahrt für 20 Euro machte.

Das Wohnheim ist ein äußerst hässlicher Komplex, aus Gebäuden, die wie Wohncontainer aussehen, die der ein oder andere vom Bau kennt. Allerdings wohnen wir auf einem Flur mit ca. 10 Parteien in einem Zweibettzimmer, das immerhin ein eigenes Bad mit Dusche hat. Hätte ich nicht mit gerechnet, und steigert doch sehr die Lebensqualität. 5 Monate Gruppenduschen und Gemeinschaftslatrine wären eine unangenehme Alternative. Weitere Bilder hierzu folgen.



Dann der erste Tag planlos durch Prag bei bestem Wetter.Vielleicht können die Fotos einen kleinen Eindruck von der Schönheit dieser Stadt vermitteln, die durch die strahlende Sonne noch potenziert wurde.

Fotos als Diashow

Der zweite Tag war voll von Organisation, Beine in den Bauch stehen, dafür aber endlich eine Internetverbindung. Man ist doch ziemlich abhängig vom WWW und meine Verständnislosigkeit über Michaels ausspruch: Internet ist mir wichtiger als ein Bett, war zu überdenken.

Morgen ist noch ein letzter Tag für organisatorische Dinge übrig, dann geht es auch schon am 1.10. gleich in die Neurologie. Eigentlich schade, dass nicht mehr Zeit zum Kennenlernen der Stadt und zurm Akklimatisieren vorhanden ist - die wird sich aber auch schon finden. Irgendwie.

Dienstag, 23. September 2008

letzte Vorbereitungen

So, die letzten Vorbereitungen sind getroffen worden. Ursprünglich wollte ich mit Michael entspannt in seinem Auto nach Prag fahren. Von diesem Plan mussten wir leider absehen, weil Micha mit unseren Kommilitonen Hendrik und Tim in Griechenland einen Unfall mit Totalschaden hatte.
Den dreien ist allerdings nichts passiert. Dafür fahren wir jetzt Zug.
Ansonsten steht auch alles. Auslandskonto, Unterkunft im Studentenwohnheim, meine Bude in Gießen ist gekündigt und der ganze Ramsch ist im Keller meiner Oma gelandet.
Außerdem habe ich mir diese grandiose Kamera von Canon zugelegt. Ich hoffe, dass wir uns anfreunden, sie für mich ein paar schöne Bilder von Prag macht, so dass ich Euch einige Eindrücke von meinem Auslandssemester verschaffen kann.



Die Videofunktion wurde auch gleich mal mit einer Cajon-Improvisation ausgetestet. Leider werden die Videos enorm groß, wenn man eine bessere Qualität wählt. Daher dieser Pixel-Käse.



Auf jeden Fall geht es für uns am Samstag morgen von Gießen aus auf nach Prag, und wir haben noch ein paar Tage um die goldene Stadt in Ruhe ohne Unistress zu erkunden. Wann es bei mir mit Vorlesungen losgeht, kann ich selber noch gar nicht sagen. Einen Stundenplan haben wir noch nicht bekommen - ich glaube ich sollte mal Kontakt zu einem tschechischen Sekreteriat aufnehmen.
Das war hoffentlich erst einmal der letzte Post aus good old germany und ich melde mich aus Prag wieder.
S to the O

Donnerstag, 4. September 2008

Back from Munich

Heute bin ich aus München wieder in Gießen gelandet. Mit einigen Mitarbeitern vom Physiologischen Institut war ich von Samstag bis heute in München auf dem ESC-Kongress 2008 und habe meine Dr-Arbeit in Form eines Posters vorstellen müssen.
Insgesamt war es sehr eindrucksvoll. Die riesigen Kongressanlagen erlaubten 30.000 Besuchern Präsentationen über Neuigkeiten rund ums Herz-Kreislaufsystem beizuwohnen. Es wäre müßig, die verschiedenen Sparten aufzuzählen, welche die Vorträge thematisierten. Bei der Masse war es schier unmöglich, sich einen gescheiten Überblick zu verschaffen. Die Qualität der talks ging allerdings von völlig unverständlich (sowohl thematisch, als auch sprachlich - alte Italianos mit ihrer höchst eigenen Interpretation von der englischen Sprache) über amüsant-unterhaltsam, demagogisch (in diesem Sinne schöne Grüße an Novatis, stellvertretend für alle anderen Pharmafirmen) bis hin zu absolut hervorragend. Bei der angeschlossenen EXPO ließen sich haufenweise Kulis, Fußbälle, Laserpointer, Taschen usw. abstauben.
Neben dem Kongress war natürlich München angesagt.
Als möchtegern-Friese war Bayern, und vor allem München bei mir mit strikten Vorurteilen belegt, aber ich kann Euch sagen, beides hat bei mir Punkte gesammelt. Insgesamt eine faszinierende Stadt mit enorm vielen schönen, weitläufigen Grünanlagen und alter Bausubstanz und riesigen Biergärten - was flair schafft. Abends war immer Weißbier trinken entweder mit den Mitarbeitern oder Julian angesagt; ein Kommilitone der die Gunst der Stunde ergriff, und vom abgewrackten Sumpf Gießens nach München wechselte.
Man, man, zweimal in so kurzer Zeit bei den Bazis und eigentlich nur positive Eindrücke. Vielleicht sollte ich beim dritten Mal schlechteres Wetter abpassen um nicht wie gewisse Ur-Oldenburger dem Norden den Rücken zu kehren, um sich Lederhosen anzuziehen. In diesem Sinne Schöne Grüße nach Erlangen!
Wen es interessiert: Hier mein vorgestelltes Poster, das einen Teil meiner Arbeit repräsentiert.

Donnerstag, 7. August 2008

Conclusio

So, ich glaube, ich habe langsam halbwegs verstanden, wie das hier läuft. Hoffentlich. Abgesehen von ein paar Kinderkrankheiten läuft es halbwegs rund. Vielleicht kämpfe ich in der nächsten Zeit noch ein paar mal mit dem Layout, aber sonst könnte hieraus etwas werden.

Prinzipiell ist das hier ja nix anderes als bspw. U-boot (wer sich noch daran erinnert) oder StudiVZ mit ein paar mehr (oder weniger) eigengestalterischen Optionen. Das macht es aber auf den ersten Blick auch ungleich komplizierter.

Wie auch immer, in erster Linie soll dieser Blog dazu dienen, ein wenig meinen Prag-Aufenthalt zu kommentieren, der irgendwann im September starten wird. Bis dahin habe ich mir hoffentlich eine Digicam zugelegt, mit der ich mein ERASMUS-Semester ein wenig bildlich untermalen kann.

Außerdem hoffe ich auf zahlreiche Blogs von den übrigen Kommilitonen, die es im kommenden Semester ins Ausland verschlägt.

So long,
Söhnke

Dienstag, 5. August 2008

Erlangen - Bilder

Erlangen


einfach aufs Bild klicken - und genießen...

Die Bilder sind von einem unheimlich gelungenen Wochenende in Erlangen mit meinen alten Jam-Kollegen Achim und Jan Lars, feat. Annika W. aus Oldenbronx

Sonntag, 20. Juli 2008

Versuch

Dies ist nur ein dämlicher Versuch in die Welt des blogs einzusteigen.