Man man man, diese Stadt ist der Hammer.
Ich genieße diesen Aufenthalt mit jedem Tag ein Stück mehr. Manchmal denke ich ernsthaft über eine Verlängerung nach. Gefühlt hat diese Stadt ähnlich viel zu bieten, soweit ich das bereits überhaupt einzuschätzen vermag, wie Berlin, ist allerdings um Längen schöner, nicht so riesig und unüberschaubar und das Wetter eigentlich nur sonnig (letzte Woche hatten wir zeitweise gefühlte 23 Grad).
Am Wochenende sind wir abends durch die Innenstadt maschiert, und haben Jazz-Clubs ausgekundschaftet. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir sieben Stück beisammen, jeden Abend Livemusik, sind in dann in dem mit der besten Atmosphäre bei bester Musik versackt. Perfekter Abend - leider Kamera vergessen, um die Stimmung wenigstens im Bild festhalten zu können. Aber ich bin mit Sicherheit nicht das letzte Mal dort gewesen.
Heute mit Maria (Spanierin) und Andrea (Italiener; Namen, die dem Durchschnittsdeutschen bzgl. der Zuordnung des Genus anhand der Bilder durchaus Probleme bereiten könnten) einen der zahlreichen Parks hier ausgekundschaftet. Den Herbst kenne ich aus Oldenburg eigentlich fast nur als triste regnerische Jahreszeit (ist in Gießen ähnlich :), das einzig schöne ist, dass bei uns zu Hause der Kamin befeuert wird, und sich dort die Familie trifft - wenn sie denn alle daheim sind.
Hier ist der Herbst bislang ein einziger AltweiberSOMMER. Vor allem am Wochenende. Häufig leicht neblig, was die perfekte Sicht von den vielen, die Innenstadt umgebenden Hügeln etwas trübt, aber in der Sonne immer noch warm, so dass man mit dem herbstlich gefärbten Laub aus dem Park heraus einen wunderschön malerischen Eindruck auf die vielen Jugendstilbauten bekommt. Herrlich! Allerdings haben sich die Prager aus einem mir schleierhaften Grund zu einem Miniatur-Eifelturm inmitten dieses Parks entschieden. Nobody's perfect.
Parkbilder
Abschließendes Essen - lecker und günstig - beim Italiener. Schade nur, dass mein Bauch zur Zeit bierübersättigt scheint, sich aber damit der Leber ein kurzer Zeitraum für Regeneration bietet.
Prost!
Sonntag, 26. Oktober 2008
Freitag, 17. Oktober 2008
endlich Wochenende
Yeah, erstes Examen geschafft. War nur keine Glanzleistung. Die dämliche Prüferin hat uns ziemlich Dampf gemacht. Zwar ließ die Vorbereitung unsererseits auch wirklich zu wünschen übrig - wer hätt's gedacht? - aber irgendwie hätt ichs gern entspannter gehabt. Egal, rum is rum und es soll wohl auch die anspruchsvollste Prüfung gewesen sein. Gut dass wir die jetzt weghaben. Zur feier des Tages gings dann gleich in die nächstbeste Kneipe um die Ecke, wo wir uns dann in guter norddeutscher Frühschoppmanier um 10:30 den ersten Liter Pivo plus Rum gönnten. Krass war allerdings, dass wir in der Kneipe nur noch den letzten Tisch bekamen, alle anderen waren schon mit biertrinkenden Tschechen besetzt.
Nächste Woche haben wir Uni erst gegen Nachmittag, so dass wir Zeit zum Ausschlafen haben und ich hoffentlich endlich dazu komme Prag besser kennen zu lernen. Neuro hat mir das ziemlich verleidet. Als meine Tante plus Familie hier zu einer kurzen Stippvisite zu Besuch waren, musste ich mich immer noch tourimäßig mit ner Karte durch Prag kämpfen.
Am vergangenen Wochenende gabs in dem umliegenden Wald/Park lecker spanisches Reisgericht mit abschließendem deutschen Obstsalat und multinationalem, frauendominierten Fußball. Da können sich Vertreterinnen des deutschen schwachen Geschlechts mal ne Scheibe von abschneiden :) Bilder dazu
Am Sonntag führte uns wieder ein von der Uni organisierter Trip aus Prag hinaus nach Český Krumlov. Neben einem Schloss war auch das Städtchen bei bestem Wetter äußerst sehenswert. Auch hier ließ sich anhand des Namens der Stadt der deutsche Ursprung nachvollziehen. Krumlov entstammt mit ein bisschen viel Phantasie der "krummen Aue". Wenn man auf dem Stadtplan dem mäanderförmigen Lauf der Moldau folgt, kann man die namensgebende Krumme Aue nachvollziehen.
Bilder von Český Krumlov
Im Augenblick bin ich viel mit feierwütigen, verträumten und immer zu spät kommenden Espanieros unterwegs. Das hat einen unglaublichen Unterhaltungswert, allerdings stellen die Damen und Herren meine Geduld hin und wieder ziemlich auf die Probe. Man fällt sich ins Wort, wird niedergeredet, grundsätzlich bei jedweder Diskussion angefasst, Küsschen links, Küsschen rechts, zu spät gekommen, Verabredungen als unverbindlich betrachtet, haben mindestens fünf Mahlzeiten am Tag und und und. Und sie sind alle klein und schwarzhaarig. Es ist schon krass zu sehen, wie unterschiedlich doch die Kulturen und Gemüter innerhalb des europäischen Kulturraums sind.
Heute hat bei mir dann der zweite Block mit Ophthalmologie begonnen. Uns wurde u.a. eine subbulbäre (unter den Augapfel) Injektion gezeigt: 5 cm lange Kanüle von vorne unter das Auge bis zum Anschlag eingeführt. Pfui! Augen sind eklig!
Nächste Woche haben wir Uni erst gegen Nachmittag, so dass wir Zeit zum Ausschlafen haben und ich hoffentlich endlich dazu komme Prag besser kennen zu lernen. Neuro hat mir das ziemlich verleidet. Als meine Tante plus Familie hier zu einer kurzen Stippvisite zu Besuch waren, musste ich mich immer noch tourimäßig mit ner Karte durch Prag kämpfen.
Am vergangenen Wochenende gabs in dem umliegenden Wald/Park lecker spanisches Reisgericht mit abschließendem deutschen Obstsalat und multinationalem, frauendominierten Fußball. Da können sich Vertreterinnen des deutschen schwachen Geschlechts mal ne Scheibe von abschneiden :) Bilder dazu
Am Sonntag führte uns wieder ein von der Uni organisierter Trip aus Prag hinaus nach Český Krumlov. Neben einem Schloss war auch das Städtchen bei bestem Wetter äußerst sehenswert. Auch hier ließ sich anhand des Namens der Stadt der deutsche Ursprung nachvollziehen. Krumlov entstammt mit ein bisschen viel Phantasie der "krummen Aue". Wenn man auf dem Stadtplan dem mäanderförmigen Lauf der Moldau folgt, kann man die namensgebende Krumme Aue nachvollziehen.
Bilder von Český Krumlov
Im Augenblick bin ich viel mit feierwütigen, verträumten und immer zu spät kommenden Espanieros unterwegs. Das hat einen unglaublichen Unterhaltungswert, allerdings stellen die Damen und Herren meine Geduld hin und wieder ziemlich auf die Probe. Man fällt sich ins Wort, wird niedergeredet, grundsätzlich bei jedweder Diskussion angefasst, Küsschen links, Küsschen rechts, zu spät gekommen, Verabredungen als unverbindlich betrachtet, haben mindestens fünf Mahlzeiten am Tag und und und. Und sie sind alle klein und schwarzhaarig. Es ist schon krass zu sehen, wie unterschiedlich doch die Kulturen und Gemüter innerhalb des europäischen Kulturraums sind.
Heute hat bei mir dann der zweite Block mit Ophthalmologie begonnen. Uns wurde u.a. eine subbulbäre (unter den Augapfel) Injektion gezeigt: 5 cm lange Kanüle von vorne unter das Auge bis zum Anschlag eingeführt. Pfui! Augen sind eklig!
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Kutna Hora & Co.
Ich suche im Augenblick angestrengt nach Zeit zum bloggen. Es gibt einfach zu viel zu tun und alles frisst zu viel Zeit. Mein Stundenplan will organisiert werden. Es gibt hier offensichtlich genug ERASMUS-Studenten, so dass man sich für ein Fach zusammenschließen kann, gemeinsam zu einem Prof geht, und ihn bittet einen neuen Kurs nur für uns aufzumachen. Not bad, aber mit nicht unerheblichem Organisationsaufwand verbunden. Wie auch immer.
Heute bin ich zum Prager Uni-Chor gegangen, und hab mir das mal angeschaut. War auch ganz gut, und ich denke mal, dass ich das Semester versuche, regelmäßig dran teilzunehmen. Der Proberaum ist in einer der internistischen Kliniken, in einem unglaublich schönen Saal, dessen Akkustik manchem Konzertsaal in nichts nachsteht.
Außerdem war heut meine erste Tschechischstunde. Das wird auf jeden Fall schwieriger als gedacht, und ich werde am Ende wahrscheinlich nicht mehr als die nötigsten Phrasen beherrschen. Vor allem muss der Kurs auch noch direkt in der postprandialen Phase stattfinden, wo ich meist schon genug damit beschäftigt bin meine Augen offenzuhalten. Mal sehen, ob ich dabei bleibe. Wenigstens ein bisschen was von der Sprache mitzunehmen wäre schon schön.
Am Wochenende bin ich mit ca. 100 Studenten in Kutna Hora gewesen. Nettes Städtchen, ein bisschen Prag in klein. Zu besichtigen waren dort eine frisch renovierte Zisterzienserkirche. Hat mir irgendwie nicht so gut gefallen. Sie wurde mir zu arg herausgeputzt und für eine eigentlich derart alte Kirche sah das alles zu künstlich und neu aus. Außerdem stand die leider zur Zeit äußerlich durch Restaurierungsarbeiten entstellte St. Barbara Kirche, eine Silbermine, die zum nicht unerheblichen Reichtum der Stadt beigetragen hat und eine sog. Bone-Chapel, die die knöchernen Überreste von ca. 40.000 Menschen beherbergen soll auf dem Programm. Grenzwertig bis abstoßend-faszinierend. Aber insgesamt ein sehr schöner Trip mit viel alter Bausubstanz, Sonnenschein und gutem Essen.
Bilder Kutna Hora als Diashow
Sonntag war ich mit Michael in einem 700 Meter von unserem Wohnheim entfernten angrenzenden Wald mit See, was einen krassen Kontrast zu der uns umgebenden Plattenbausiedlung darstellt. Hier habe ich auf jeden Fall einen Platz zum Joggen gefunden - näher als ich dachte :) - um eventuell ansetzendes Bier postwendend wieder abzutrainieren. Ich glaube, es gab bislang nicht einen einzigen Tag, an dem ich nicht wenigstens einen halben Liter "Pivo" getrunken habe. Das Zeug schmeckt einfach zu gut, und ist billiger als Wasser :)
weitere Bilder
Heute bin ich zum Prager Uni-Chor gegangen, und hab mir das mal angeschaut. War auch ganz gut, und ich denke mal, dass ich das Semester versuche, regelmäßig dran teilzunehmen. Der Proberaum ist in einer der internistischen Kliniken, in einem unglaublich schönen Saal, dessen Akkustik manchem Konzertsaal in nichts nachsteht.
Außerdem war heut meine erste Tschechischstunde. Das wird auf jeden Fall schwieriger als gedacht, und ich werde am Ende wahrscheinlich nicht mehr als die nötigsten Phrasen beherrschen. Vor allem muss der Kurs auch noch direkt in der postprandialen Phase stattfinden, wo ich meist schon genug damit beschäftigt bin meine Augen offenzuhalten. Mal sehen, ob ich dabei bleibe. Wenigstens ein bisschen was von der Sprache mitzunehmen wäre schon schön.
Am Wochenende bin ich mit ca. 100 Studenten in Kutna Hora gewesen. Nettes Städtchen, ein bisschen Prag in klein. Zu besichtigen waren dort eine frisch renovierte Zisterzienserkirche. Hat mir irgendwie nicht so gut gefallen. Sie wurde mir zu arg herausgeputzt und für eine eigentlich derart alte Kirche sah das alles zu künstlich und neu aus. Außerdem stand die leider zur Zeit äußerlich durch Restaurierungsarbeiten entstellte St. Barbara Kirche, eine Silbermine, die zum nicht unerheblichen Reichtum der Stadt beigetragen hat und eine sog. Bone-Chapel, die die knöchernen Überreste von ca. 40.000 Menschen beherbergen soll auf dem Programm. Grenzwertig bis abstoßend-faszinierend. Aber insgesamt ein sehr schöner Trip mit viel alter Bausubstanz, Sonnenschein und gutem Essen.
Bilder Kutna Hora als Diashow
Sonntag war ich mit Michael in einem 700 Meter von unserem Wohnheim entfernten angrenzenden Wald mit See, was einen krassen Kontrast zu der uns umgebenden Plattenbausiedlung darstellt. Hier habe ich auf jeden Fall einen Platz zum Joggen gefunden - näher als ich dachte :) - um eventuell ansetzendes Bier postwendend wieder abzutrainieren. Ich glaube, es gab bislang nicht einen einzigen Tag, an dem ich nicht wenigstens einen halben Liter "Pivo" getrunken habe. Das Zeug schmeckt einfach zu gut, und ist billiger als Wasser :)
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Freitag, 3. Oktober 2008
erste Woche
Das erste Wochenende ist erreicht. Am Mittwoch war der erste Tag mit Vorlesung und Seminar. Um Punkt 8 gehts hier los und man merkt erst jetzt so richtig, wie weit man hier vom Stadtzentrum entfernt ist. Durch den Berufsverkehr braucht man ca. 40 Minuten um an der Neurologie anzukommen. Also müssen wir hier alles in allem um 6.30 raus aus den Federn. Das ist ziemlich ätzend, aber nur zu ändern, wenn man sich eine eigene Wohnung in Prag sucht. Und darauf habe ich noch weniger Lust, als so früh aufzustehen.
Ansonsten ist die Wohnsituation eher grenzwertig. Studentenwohnheime, die eben nicht viel Platz zum Wohlfühlen lassen, und wahrscheinlich auch nur zum Schlafen und Feiern gedacht sind, wurden mitten in einer Wohnbatteriesiedlung hochgezogen, die auch nicht viel zu freundlicherem Flair beiträgt. Nichts, wo ich es länger als ein knappes halbes Jahr aushalten würde, ohne eine mittelschwere Depression oder Psychose davonzutragen ;-)
Unser Semester ist komplett in Blöcken organisiert. Also je nach Fach etwa 3 Wochen an einer bestimmten Fakultät, dann eine abschließende Prüfung und es beginnt der nächste Block. Find ich prinzipiell ganz gut, dass man nicht erst am Ende mit Prüfungen überhäuft wird. Bislang waren die Veranstaltungen gegen 12 schon wieder zu Ende, ich habe aber keinen Überblick darüber, wie lange wir in den kommenden Wochen auf den Stationen eingeteilt sind, wenn wir auf Patienten losgelassen werden.
Die Vorlesungen sind wie die Seminare ganz gut, der englischen Sprache kann man ziemlich gut folgen, obwohl ich leider alles andere als ein Englischtalent bin. Im Gegensatz zu den deutschen Seminaren ist das unsrige bloß sieben Mann bzw. Frau stark, was das den Lerneffekt auf jeden Fall positiv beeinflusst. Die Prüfungen sind, soweit ich das verstanden habe, alle mündlich. Ich hoffe, dass ich bis dahin meinen aktiven Wortschatz an den passiven ein wenig angeglichen habe. Es ist der Wahnsinn, in was für Gebäuden sich die medizinische Fakultät befindet. Alte Bausubstanz außen - wie allerdings auch innen. Bislang habe ich zwar nur die Neurologie von innen kennengelert, aber der Kontrast der äußerlich so wunderbaren Fassaden und der Innenausstattung könnte kaum unterschiedlicher sein.
Am Samstag wird hier ein Trip angeboten, bei dem wir Kutna Hora besichtigen, eine Stadt 70 km östlich von Prag und UNESCO-Weltkulturerbe. Was mich da genau erwartet, weiß ich noch gar nicht, aber ich find's gut, dass uns die Möglichkeit geboten wird, auch über Prag hinaus ein bisschen Tschechien kennen zu lernen.
Abgesehen von einer latenten Müdigkeit durch frühes Aufstehen und spätes Biertrinken genieße ich meinen Aufenthalt hier bislang sehr und bin froh für ein Semester aus Gießen rausgekommen zu sein.
Ansonsten ist die Wohnsituation eher grenzwertig. Studentenwohnheime, die eben nicht viel Platz zum Wohlfühlen lassen, und wahrscheinlich auch nur zum Schlafen und Feiern gedacht sind, wurden mitten in einer Wohnbatteriesiedlung hochgezogen, die auch nicht viel zu freundlicherem Flair beiträgt. Nichts, wo ich es länger als ein knappes halbes Jahr aushalten würde, ohne eine mittelschwere Depression oder Psychose davonzutragen ;-)
Unser Semester ist komplett in Blöcken organisiert. Also je nach Fach etwa 3 Wochen an einer bestimmten Fakultät, dann eine abschließende Prüfung und es beginnt der nächste Block. Find ich prinzipiell ganz gut, dass man nicht erst am Ende mit Prüfungen überhäuft wird. Bislang waren die Veranstaltungen gegen 12 schon wieder zu Ende, ich habe aber keinen Überblick darüber, wie lange wir in den kommenden Wochen auf den Stationen eingeteilt sind, wenn wir auf Patienten losgelassen werden.
Die Vorlesungen sind wie die Seminare ganz gut, der englischen Sprache kann man ziemlich gut folgen, obwohl ich leider alles andere als ein Englischtalent bin. Im Gegensatz zu den deutschen Seminaren ist das unsrige bloß sieben Mann bzw. Frau stark, was das den Lerneffekt auf jeden Fall positiv beeinflusst. Die Prüfungen sind, soweit ich das verstanden habe, alle mündlich. Ich hoffe, dass ich bis dahin meinen aktiven Wortschatz an den passiven ein wenig angeglichen habe. Es ist der Wahnsinn, in was für Gebäuden sich die medizinische Fakultät befindet. Alte Bausubstanz außen - wie allerdings auch innen. Bislang habe ich zwar nur die Neurologie von innen kennengelert, aber der Kontrast der äußerlich so wunderbaren Fassaden und der Innenausstattung könnte kaum unterschiedlicher sein.
Turm einer Kirche, die im Park der Psychiatrie steht
Die Pathologie
Ungünstiger Weise ist die medizinische Fakultät die einzige, die bereits ihre Studenten mit Vorlesungen nötigt. Die anderen Fakultäten starten erst nächste Woche mit Einführungswochen, so dass wir hin und wieder in den letzten Tagen durch Flurparties am schlafen gehindert wurden. Auch die erste Erasmusparty musste ich gegen 1, als es erst richtig losging, wieder verlassen, weil am nächsten Tag Uni anstand.Am Samstag wird hier ein Trip angeboten, bei dem wir Kutna Hora besichtigen, eine Stadt 70 km östlich von Prag und UNESCO-Weltkulturerbe. Was mich da genau erwartet, weiß ich noch gar nicht, aber ich find's gut, dass uns die Möglichkeit geboten wird, auch über Prag hinaus ein bisschen Tschechien kennen zu lernen.
Abgesehen von einer latenten Müdigkeit durch frühes Aufstehen und spätes Biertrinken genieße ich meinen Aufenthalt hier bislang sehr und bin froh für ein Semester aus Gießen rausgekommen zu sein.
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