Moin, Moin!
ich schreibe euch grad aus Dubai, wo ich am Flughafen irgendwie meine 4,5 Stunden Wartezeit versuche zu überbrücken, totmüde in irgendeinem Kunstlederstuhl hänge und garnich weiß wie spät es eigentlich ist.
Mittlerweile bin ich ziemlich am Ende meines Studiums angelangt, das mit dem sog. Praktischen Jahr abschließt. Und ich versuche so viel wie möglich von diesem Jahr im Ausland zu verbringen. Erster Stopp: Durban, Südafrika für das Chirurgie-Tertial; wieder gemeinsam mit Michael, mit dem ich schon das ERASMUS-Semester in Prag verbracht habe.
Es war auf jeden Fall ziemlich stressig alles organisiert zu bekommen. Vier Stunden vor Abflug haben wir angefangen Michas Zimmer auszuräumen, während er seinen Rucksack gepackt hat... Wir waren leider mit unserer Vorbereitung insgesamt ein bisschen spät dran, haben das Visum für Südafrika erst letzte Woche, nach langem Kampf mit der Botschaft in Berlin erhalten, und entsprechend bis zum Schluss ein bisschen gezweifelt, ob wir das überhaupt durchziehen können. Jetzt sind wir auf jeden Fall schon mal unterwegs. Allerdings müssen wir uns in Durban noch alles organisieren: wir haben keine Wohnung, noch keinen Ansprechpartner im Krankenhaus, müssen uns wohl oder übel ein Auto kaufen/mieten, wissen nicht genau, ob die Krankenhausorganisation weiß, dass wir einen Tag später erst aufschlagen (weil wir keinen anderen bezahlbaren Flug bekommen haben, da ja aufs Visum gewartet werden musste), wissen nicht so recht, was uns dort erwartet. Ich persönlich hab echt ein bisschen Schiss, was die Sicherheitslage dort unten angeht. Also ziemlich stressig. Stress ist überhaupt im Augenblick das Wort, dass ich am meisten und liebsten benutze, wahrscheinlich gleich nach organisieren. Aber erstmal ankommen.
Montag, 22. Februar 2010
Mittwoch, 11. Februar 2009
Goodbye, Prag
Mittlerweile bin ich schon wieder in good-old-germany. Gestern Nachmittag hat mich die Deutsche Bahn in Sandkrug ausgespuckt, nachdem ich um halb 7 morgens in Prag losgefahren bin. Ätzend, aber günstig. Den Abend zuvor gab es noch ein "letztes Abendmahl" mit den meisten Leuten, mit denen in meinem Auslandssemester am meisten zu tun gehabt habe. War ein super Abend, auch wenn der Abschiedsschmerz latent immer mit dabei war. Wir saßen ungf. bis um drei zusammen und ich bin gemeinsam mit Maria gegen 5 wieder los Richtung Bahnhof.
Tja, wie soll ich diese Zeit in Prag gebührend zusammenfassen, frage ich mich. Es war wahrscheinlich die intensivste Zeit meines Lebens. Ein unglaubliches Semester mit so geballt vielen Eindrücken in viel zu kurzer Zeit. Vor allem habe ich in mir die Reiselust entdeckt. Prag selber hat mich gefesselt.
Es gibt so viele Aspekte die diese Stadt erlebenswert machen. Prag ist mit fast 2 Millionen Einwohnern eine riesige Stadt, jedoch wirkt der Kern der Stadt ziemlich überschaubar, und eigentlich lässt sich sehr vieles zu Fuß bewältigen. Dass die Stadt ansonsten unglaublich schön ist, und ein endloses und interessantes kulturelles Angebot bietet, klang ja in dem ein oder anderen Beitrag bereits durch. In den letzten Tagen habe ich noch mal ein Sight-seeing Programm durchgezogen, und habe dabei den alt-ehrwürdigen, traditionsreichen Charakter der Universität zu spüren bekommen. Insbesondere die Bibliotheken haben irgendwie ein Gänsehautfeeling losgetreten.
Die Leute, die ich dort getroffen habe, werde ich unheimlich vermissen. Man hatte leider gar nicht die Zeit alle richtig kennen zu lernen, und zu viele Bekanntschaften blieben oberflächlicher als sie es verdient hätten. Ich war und bin immer noch ziemlich traurig, dass diese Zeit vorbei ist. Sie flog nur so dahin, und ich frage mich noch immer, wo sie bloß geblieben ist. Über eine Verlängerung habe ich intensiv nachgedacht, aber es macht leider keinen Sinn, da ich in den verbleibenden Semestern vor allem Praktika und kleine Unsinnsfächer ableisten muss. Praktika geht nicht, weil ich die Sprache nicht spreche, und ich daher nicht so viel mitnehmen würde und die kleinen Unsinnsfächer gibt es in Tschechien gar nicht.
Das Studieren in Prag war ok. Es war eigentlich nichts besonderes, nur dass es mit dem Englisch ziemlich schnell ziemlich gut geklappt hat, hat mich positiv überrascht. Die Qualität der Lehre war der deutschen ähnlich vielleicht alles in allem etwas besser. Es ist aber kein Geheimnis, dass das Studieren eher sekundär war, ja fast nur einen gewissen Symbolcharakter zur Rechtfertigung dieser Zeit hatte - vielleicht ist das auch ein bisschen übertrieben :)
Auch hätte ich gerne noch ein bisschen mehr Ferien dort gemacht, nur muss ich mir in Gießen eine Wohnung suchen, zumindest eine Famulatur noch ableisten (die morgen in der Unfallchirurgie/Orthopädie anfängt), wahrscheinlich noch einen Vortrag über meine Promo halten, selbige zu Papier bringen und die ein oder andere Klausur in Gießen nachschreiben, da ich nicht alle Fächer in Prag belegen konnte. Mit Semesterferien wird das also eher mal nix, was mich schon ziemlich annervt. Fest steht aber, dass ich bis zum neuen Semester noch einmal nach Prag fahre/fliege.
Vor allem hat es mir Spaß gemacht, diesen Blog zu schreiben und ihn mit Fotos und Videos zu bestücken. Und ich hoffe auch, dass der ein oder andere von Euch wortkargen Lesern (an dieser Stelle vielen Dank an jene, die sich per Kommentar hier verewigten) interessiert meine Zeilen studiert hat, um einen kleinen Eindruck von meiner Zeit in Prag zu bekommen.
Vielleicht werde ich in der nächsten Zeit noch den ein oder anderen Eintrag anfügen, aber mit Sicherheit nicht mit der Frequenz - in Deutschland zu leben ist doch ein gehöriges Stück langweiliger :)
Macht's gut, und bis bald!
Söhnke
Ein paar letzte Fotos
Tja, wie soll ich diese Zeit in Prag gebührend zusammenfassen, frage ich mich. Es war wahrscheinlich die intensivste Zeit meines Lebens. Ein unglaubliches Semester mit so geballt vielen Eindrücken in viel zu kurzer Zeit. Vor allem habe ich in mir die Reiselust entdeckt. Prag selber hat mich gefesselt.
Es gibt so viele Aspekte die diese Stadt erlebenswert machen. Prag ist mit fast 2 Millionen Einwohnern eine riesige Stadt, jedoch wirkt der Kern der Stadt ziemlich überschaubar, und eigentlich lässt sich sehr vieles zu Fuß bewältigen. Dass die Stadt ansonsten unglaublich schön ist, und ein endloses und interessantes kulturelles Angebot bietet, klang ja in dem ein oder anderen Beitrag bereits durch. In den letzten Tagen habe ich noch mal ein Sight-seeing Programm durchgezogen, und habe dabei den alt-ehrwürdigen, traditionsreichen Charakter der Universität zu spüren bekommen. Insbesondere die Bibliotheken haben irgendwie ein Gänsehautfeeling losgetreten.
Die Leute, die ich dort getroffen habe, werde ich unheimlich vermissen. Man hatte leider gar nicht die Zeit alle richtig kennen zu lernen, und zu viele Bekanntschaften blieben oberflächlicher als sie es verdient hätten. Ich war und bin immer noch ziemlich traurig, dass diese Zeit vorbei ist. Sie flog nur so dahin, und ich frage mich noch immer, wo sie bloß geblieben ist. Über eine Verlängerung habe ich intensiv nachgedacht, aber es macht leider keinen Sinn, da ich in den verbleibenden Semestern vor allem Praktika und kleine Unsinnsfächer ableisten muss. Praktika geht nicht, weil ich die Sprache nicht spreche, und ich daher nicht so viel mitnehmen würde und die kleinen Unsinnsfächer gibt es in Tschechien gar nicht.
Das Studieren in Prag war ok. Es war eigentlich nichts besonderes, nur dass es mit dem Englisch ziemlich schnell ziemlich gut geklappt hat, hat mich positiv überrascht. Die Qualität der Lehre war der deutschen ähnlich vielleicht alles in allem etwas besser. Es ist aber kein Geheimnis, dass das Studieren eher sekundär war, ja fast nur einen gewissen Symbolcharakter zur Rechtfertigung dieser Zeit hatte - vielleicht ist das auch ein bisschen übertrieben :)
Auch hätte ich gerne noch ein bisschen mehr Ferien dort gemacht, nur muss ich mir in Gießen eine Wohnung suchen, zumindest eine Famulatur noch ableisten (die morgen in der Unfallchirurgie/Orthopädie anfängt), wahrscheinlich noch einen Vortrag über meine Promo halten, selbige zu Papier bringen und die ein oder andere Klausur in Gießen nachschreiben, da ich nicht alle Fächer in Prag belegen konnte. Mit Semesterferien wird das also eher mal nix, was mich schon ziemlich annervt. Fest steht aber, dass ich bis zum neuen Semester noch einmal nach Prag fahre/fliege.
Vor allem hat es mir Spaß gemacht, diesen Blog zu schreiben und ihn mit Fotos und Videos zu bestücken. Und ich hoffe auch, dass der ein oder andere von Euch wortkargen Lesern (an dieser Stelle vielen Dank an jene, die sich per Kommentar hier verewigten) interessiert meine Zeilen studiert hat, um einen kleinen Eindruck von meiner Zeit in Prag zu bekommen.
Vielleicht werde ich in der nächsten Zeit noch den ein oder anderen Eintrag anfügen, aber mit Sicherheit nicht mit der Frequenz - in Deutschland zu leben ist doch ein gehöriges Stück langweiliger :)
Macht's gut, und bis bald!
Söhnke
Ein paar letzte Fotos
Montag, 9. Februar 2009
Schneeurlaube
Hey, hey!
Hier folgt der bereits angekündigte, wenn auch nur recht kurze Beitrag zu meinen drei Ausflügen in verschiedene Skigebiete in Tschechien.
Noch bevor unserem Auslandssemester habe ich irgendwann realisiert, dass Tschechien ein paar Berge hat und sofort Micha angerufen, dass er seine Schneehose einpackt, da das nächste höher gelegene Gebirge ca. 70 km Luftlinie von den Prager Grenzen entfernt ist. Ursprünglich war ein Fünftagestripp irgendwo in die Slovakei, weil noch günstiger, geplant. Leider konnten wir nicht für genügend Leute einen gemeinsamen Zeitraum finden. Also lief es auf ein paar Tagestrips hinaus. Mein Board hatte ich aus Deutschland mitgenommen.
Erstes Ziel war Janske Lazne. Per Mietwagen sind wir zu fünft zu unchristlichster Zeit vom Wohnheim aus aufgebrochen. Ich stand das erste Mal wieder auf dem Brett seit ca. 2 Jahren, und brauchte auch ein paar Abfahrten, um mich wieder an die Handhabung von dem Ding zu gewöhnen. Zum Glück ging das schneller als gedacht. Super Trip, nur war ich völlig erschlagen, da ich wie fast immer an extremem Schlafmangel litt :) und Micha äußerst dankbar war, dass er Hin- und Rückfahrt gefahren ist, und den ganzen Mist mit Mietwagen organisiert hatte. Mein Beitrag bestand im zur Verfügungstellen meiner Kreditkarte... Erstaunlich ist, dass ich wirklich alle Bedürfnisse vergesse, wenn ich erstmal auf meinem Board stehe. Immer wenn ich das Ding unter den Füßen habe, spüre ich nix von meinem Schlafdefizit, Hunger, Schmerzen durch die Boots oder köperlicher Erschöpfung. Erst wenn ich wieder normale Schuhe anhabe, merke ich was mir mein Körper so mitzuteilen hat.
Geographietechnisch habe ich auch von diesem Trip profitiert: Das Riesengebirge liegt im Grenzgebiet Polen-Tschechien, und Schneekoppe ist nicht nur ein dämliches Markenlogo sondern einer der dortigen Berge.
Die Zweite Tour führte uns per Busreise nach Liberec. Die Truppe war diesmal um einiges größer, und ich war nicht mehr der einzige Snowboarder. Ein Holländer war mit seinem Brett dabei und Micha hat sich auch für den Tag dran versucht. Die Grundzüge habe ich versucht ihm beizubringen. Dann hat er sich in verzweifelnden Stunden alleine um seine Fahrkünste bemüht, hat aber am Ende die Abfahrt ohne zu stürzen gemeistert. Hut ab, Herr Kollege! Trotz eines eher dürftigen Lehrers beide Wenden draufbekommen, Schlepplift gemeistert und sich den Respekt der Truppe eingefahren! Michael1 Michael2
Dritter und leider schon letzter Ausflug ging nach Herlikovice.
Diesmal war ich wieder der einzige Boarder und kann eigentlich insgesamt mit meinen wieder aufgefrischten Skills zufrieden sein, da ich alle Trips weitestgehend problemlos mit den Skifahrern mithalten konnte. Dieser Trip war nur überschattet von ultraschlechter Sicht, und nassem Schnee, weil Tauwetter. Daher gibt es auch eigentlich nur ein Foto. Geloht hat es sich aber allemal. Vor allem weil die Kosten für Skipass und An-/Abreise grundsätzlich ein Witz waren. Wer fährt schon für 20-30 Euro für einen Tag in den Schnee?
Hier folgt der bereits angekündigte, wenn auch nur recht kurze Beitrag zu meinen drei Ausflügen in verschiedene Skigebiete in Tschechien.
Noch bevor unserem Auslandssemester habe ich irgendwann realisiert, dass Tschechien ein paar Berge hat und sofort Micha angerufen, dass er seine Schneehose einpackt, da das nächste höher gelegene Gebirge ca. 70 km Luftlinie von den Prager Grenzen entfernt ist. Ursprünglich war ein Fünftagestripp irgendwo in die Slovakei, weil noch günstiger, geplant. Leider konnten wir nicht für genügend Leute einen gemeinsamen Zeitraum finden. Also lief es auf ein paar Tagestrips hinaus. Mein Board hatte ich aus Deutschland mitgenommen.
Erstes Ziel war Janske Lazne. Per Mietwagen sind wir zu fünft zu unchristlichster Zeit vom Wohnheim aus aufgebrochen. Ich stand das erste Mal wieder auf dem Brett seit ca. 2 Jahren, und brauchte auch ein paar Abfahrten, um mich wieder an die Handhabung von dem Ding zu gewöhnen. Zum Glück ging das schneller als gedacht. Super Trip, nur war ich völlig erschlagen, da ich wie fast immer an extremem Schlafmangel litt :) und Micha äußerst dankbar war, dass er Hin- und Rückfahrt gefahren ist, und den ganzen Mist mit Mietwagen organisiert hatte. Mein Beitrag bestand im zur Verfügungstellen meiner Kreditkarte... Erstaunlich ist, dass ich wirklich alle Bedürfnisse vergesse, wenn ich erstmal auf meinem Board stehe. Immer wenn ich das Ding unter den Füßen habe, spüre ich nix von meinem Schlafdefizit, Hunger, Schmerzen durch die Boots oder köperlicher Erschöpfung. Erst wenn ich wieder normale Schuhe anhabe, merke ich was mir mein Körper so mitzuteilen hat.
Geographietechnisch habe ich auch von diesem Trip profitiert: Das Riesengebirge liegt im Grenzgebiet Polen-Tschechien, und Schneekoppe ist nicht nur ein dämliches Markenlogo sondern einer der dortigen Berge.
Die Zweite Tour führte uns per Busreise nach Liberec. Die Truppe war diesmal um einiges größer, und ich war nicht mehr der einzige Snowboarder. Ein Holländer war mit seinem Brett dabei und Micha hat sich auch für den Tag dran versucht. Die Grundzüge habe ich versucht ihm beizubringen. Dann hat er sich in verzweifelnden Stunden alleine um seine Fahrkünste bemüht, hat aber am Ende die Abfahrt ohne zu stürzen gemeistert. Hut ab, Herr Kollege! Trotz eines eher dürftigen Lehrers beide Wenden draufbekommen, Schlepplift gemeistert und sich den Respekt der Truppe eingefahren! Michael1 Michael2
Dritter und leider schon letzter Ausflug ging nach Herlikovice.
Diesmal war ich wieder der einzige Boarder und kann eigentlich insgesamt mit meinen wieder aufgefrischten Skills zufrieden sein, da ich alle Trips weitestgehend problemlos mit den Skifahrern mithalten konnte. Dieser Trip war nur überschattet von ultraschlechter Sicht, und nassem Schnee, weil Tauwetter. Daher gibt es auch eigentlich nur ein Foto. Geloht hat es sich aber allemal. Vor allem weil die Kosten für Skipass und An-/Abreise grundsätzlich ein Witz waren. Wer fährt schon für 20-30 Euro für einen Tag in den Schnee?
Montag, 2. Februar 2009
Budapest
Moin, Moin!
Der Februar hat begonnen und ich bin arg damit beschäftigt mich formell wie auch persönlich mich von meinem Aufenthalt hier zu verabschieden. Mit Genetics habe ich am 23.1. meinen letzten Kurs beendet. War alles andere als spannend und wir haben ziemlich mit der schlechten Organisation zu kämpfen gehabt. Obwohl wir regulär eingeschrieben waren, wollte man uns erst nicht teilnehmen lassen. Außerdem haben wir für eine Anerkennung in Deutschland versucht, hier ein Examen für die ERASMUS-Studenten einzurichten, was nicht für die normalen Studierenden vorgesehen ist. Eigentlich sollte das kein Problem sein, doch stellen sich hier sämtliche Verantwortliche stur, verweisen mich an andere Stellen oder antworten erst gar nicht auf meine Mails. Naja, im Endeffekt auch nicht so schlimm, weil somit meine Ferien ein paar Tage früher begannen als geplant. Jetzt geht es darum, sich alle anderen Kurse anerkennen zu lassen, Erfahrungsberichte zu schreiben und rauschende Abschiedsparties zu feiern. Formeller Kram halt :)
Vor zwei Wochen hat mich meine Familie hier besucht. Ich glaube, das war der erste gemeinsame Urlaub mit allen fünfen seit vielleicht zehn Jahren. Und es war wirklich schön. Mit Karlsbrücke & Co, Jazzclub und einem Eindruck von der generellen Schönheit Prags habe ich versucht ein bisschen zu zeigen, was das Semester für mich hier ausgemacht hat. Bilder dazu.
Vergangenes Wochenende waren wir dann mit 20 Leuten per Bus in Budapest, was mich sehr gefreut hat. So habe ich meine Kenntnisse vom Osten Europas noch ein wenig erweitert. Mit einer sehr guten Führung durch die Stadt hat uns der Herr Fremdenführer außerdem einen kleinen Eindruck von der politischen Lage Ungarns gegeben. Dort, wie hier in Prag sind die Auswirkungen der Planwirtschaft und des Kommunismus immer noch zu spüren. Jeder Angestellte arbeitet nur so viel und schnell wie er oder sie gerade Lust hat, weswegen Schlange stehen hüben wie drüben zum allgemeinen Volkssport wird. Wenn man z.B. im Prager Hauptbahnhof Informationen über Tickets haben möchte, muss man an einem Schalter den Preis, an einem anderen die Abfahrtszeiten erfragen. Und natürlich immer mindestens 15 Minuten Schlange stehen. Außerdem wird man als Tourist insbesondere in Budapest beschissen wo es nur irgend geht. Ziemlich nervig. Wie auch immer, die ungarische Hauptstadt war wirklich lohnenswert. Zwar war das Wetter für Fotos nicht das beste, und die Gebäude/Fassaden in Budapest nicht so herrlich renoviert wie in Prag, aber als gewiefter Fotograf geht man einfach des Nachts auf Jagd nach schön ausgeleuchteten Bauten. Und davon gab es auf jeden Fall einige. Neben Stadtführung und Erkundungstour auf eigene Faust haben wir am Samstag die vom Spazieren geschundenen Körper in einer noch von der türkischen Herrschaft bestehenden Therme/Spa regeneriert. Bei Temperaturen um die null Grad und leichtem Schnee haben wir draußen in bis zu 38 Grad warmem Wasser, mit Saunalandschaft und alter Bausubstanz diese Szene und Badekultur sehr genossen.
Budapest kommt wie gesagt einfach nicht an die Schönheit Prags heran. Ein weiterer erwähnenswerter Eindruck war, dass mehr Budapesen deutsch zu sprechen scheinen als die Prager - was vielleicht noch an der ehemaligen Habsburgischen Herrschaft liegt (wohl aber nicht erklärt, was die Tschechen so germanophob bzgl. der Sprache macht). Unter anderem bietet die dortige Semmelweis-Universität Kurse bis zum Physikum in Medizin und Veterinärmedizin auf deutsch an. Für diese muss man aber anständig Kohle lassen. Witziger Weise habe ich dann auf der Straße Mareike Lüschen, eine Oldenburgerin getroffen, die auf die selbe Schule gegangen ist wie ich und eben dort Tiermedizin studiert.
Zwischendrin sind wir mittlerweile zweimal boarden gewesen. Nichts im Vergleich zu Österreich. Die Pisten sind kürzer und nicht so geil, dafür aber fährt man für 20 Euro inclusive Skipass und Fahrtkosten für einen Tag in den Schnee. Nächste Woche ist ein weiterer Tag in den Bergen geplant und da ich Eure Gedult mit dem Lesen meiner zahlreichen Zeilen nicht überstrapazieren will, gibt es nächste Woche vom Boarden noch einen zusammenfassenden Eintrag. Bilder für Budapest.
Der Februar hat begonnen und ich bin arg damit beschäftigt mich formell wie auch persönlich mich von meinem Aufenthalt hier zu verabschieden. Mit Genetics habe ich am 23.1. meinen letzten Kurs beendet. War alles andere als spannend und wir haben ziemlich mit der schlechten Organisation zu kämpfen gehabt. Obwohl wir regulär eingeschrieben waren, wollte man uns erst nicht teilnehmen lassen. Außerdem haben wir für eine Anerkennung in Deutschland versucht, hier ein Examen für die ERASMUS-Studenten einzurichten, was nicht für die normalen Studierenden vorgesehen ist. Eigentlich sollte das kein Problem sein, doch stellen sich hier sämtliche Verantwortliche stur, verweisen mich an andere Stellen oder antworten erst gar nicht auf meine Mails. Naja, im Endeffekt auch nicht so schlimm, weil somit meine Ferien ein paar Tage früher begannen als geplant. Jetzt geht es darum, sich alle anderen Kurse anerkennen zu lassen, Erfahrungsberichte zu schreiben und rauschende Abschiedsparties zu feiern. Formeller Kram halt :)
Vor zwei Wochen hat mich meine Familie hier besucht. Ich glaube, das war der erste gemeinsame Urlaub mit allen fünfen seit vielleicht zehn Jahren. Und es war wirklich schön. Mit Karlsbrücke & Co, Jazzclub und einem Eindruck von der generellen Schönheit Prags habe ich versucht ein bisschen zu zeigen, was das Semester für mich hier ausgemacht hat. Bilder dazu.
Vergangenes Wochenende waren wir dann mit 20 Leuten per Bus in Budapest, was mich sehr gefreut hat. So habe ich meine Kenntnisse vom Osten Europas noch ein wenig erweitert. Mit einer sehr guten Führung durch die Stadt hat uns der Herr Fremdenführer außerdem einen kleinen Eindruck von der politischen Lage Ungarns gegeben. Dort, wie hier in Prag sind die Auswirkungen der Planwirtschaft und des Kommunismus immer noch zu spüren. Jeder Angestellte arbeitet nur so viel und schnell wie er oder sie gerade Lust hat, weswegen Schlange stehen hüben wie drüben zum allgemeinen Volkssport wird. Wenn man z.B. im Prager Hauptbahnhof Informationen über Tickets haben möchte, muss man an einem Schalter den Preis, an einem anderen die Abfahrtszeiten erfragen. Und natürlich immer mindestens 15 Minuten Schlange stehen. Außerdem wird man als Tourist insbesondere in Budapest beschissen wo es nur irgend geht. Ziemlich nervig. Wie auch immer, die ungarische Hauptstadt war wirklich lohnenswert. Zwar war das Wetter für Fotos nicht das beste, und die Gebäude/Fassaden in Budapest nicht so herrlich renoviert wie in Prag, aber als gewiefter Fotograf geht man einfach des Nachts auf Jagd nach schön ausgeleuchteten Bauten. Und davon gab es auf jeden Fall einige. Neben Stadtführung und Erkundungstour auf eigene Faust haben wir am Samstag die vom Spazieren geschundenen Körper in einer noch von der türkischen Herrschaft bestehenden Therme/Spa regeneriert. Bei Temperaturen um die null Grad und leichtem Schnee haben wir draußen in bis zu 38 Grad warmem Wasser, mit Saunalandschaft und alter Bausubstanz diese Szene und Badekultur sehr genossen.
Budapest kommt wie gesagt einfach nicht an die Schönheit Prags heran. Ein weiterer erwähnenswerter Eindruck war, dass mehr Budapesen deutsch zu sprechen scheinen als die Prager - was vielleicht noch an der ehemaligen Habsburgischen Herrschaft liegt (wohl aber nicht erklärt, was die Tschechen so germanophob bzgl. der Sprache macht). Unter anderem bietet die dortige Semmelweis-Universität Kurse bis zum Physikum in Medizin und Veterinärmedizin auf deutsch an. Für diese muss man aber anständig Kohle lassen. Witziger Weise habe ich dann auf der Straße Mareike Lüschen, eine Oldenburgerin getroffen, die auf die selbe Schule gegangen ist wie ich und eben dort Tiermedizin studiert.
Zwischendrin sind wir mittlerweile zweimal boarden gewesen. Nichts im Vergleich zu Österreich. Die Pisten sind kürzer und nicht so geil, dafür aber fährt man für 20 Euro inclusive Skipass und Fahrtkosten für einen Tag in den Schnee. Nächste Woche ist ein weiterer Tag in den Bergen geplant und da ich Eure Gedult mit dem Lesen meiner zahlreichen Zeilen nicht überstrapazieren will, gibt es nächste Woche vom Boarden noch einen zusammenfassenden Eintrag. Bilder für Budapest.
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