Kurzer Zwischenbericht, gleich geht's los nach Krakau. Per Nachtzug 8 Stunden oder so. Die man aber sinnvoll mit pennen nutzt. Faul, wie ich bin, habe ich leider nicht an der Planung für den Trip teilgenommen - um so dankbarer bin ich den zwei Kollegen, die das Hostel und die Tickets organisiert haben. Allerdings musste ich in den vergangenen Tagen auch ein wenig ranklotzen, HNO-Prüfung stand an, durch die ich mich solala durchgewurschtelt habe. Egal, weg ist weg und vier gewinnt :)
Am Freitag bin ich mit Teresa, einer deutschen Kommilitonin aus Dusseldorf nach Karlovy Vary - Karlsbad gefahren. Der Freitag, an dem Nord- und Mitteleuropa von einem Wintereinbruch heimgesucht wurde. Leider hatten wir keine Badesachen eingepackt, und haben uns dann 6 Stunden durch Schnee, Wind und Regen gekämpft, anstatt in einem der Thermalbäder den Winter Winter sein zu lassen. Aber es war trotz mäßiger Wetterlage ein klasse Kurztrip. Die 50.000 Einwohnerstadt, umgeben von zahlreichen hügelartigen Bergen, durch die schon Goethe gezogen ist, hat einen äußerst schönen Stadtkern. Touristenattraktion Nr. 1 sind aber die zahlreichen Thermalquellen. Daher der Name Karlsbad. Man läuft, wenn man das möchte, mit einem hässlichen Porzellanbecher bewaffnet eine abgesteckte Route ab und trinkt zwischen 40 und 60 Grad heißes Wasser aus diesen ca. 15 verschiedenen Thermen. Die Quellen waren nicht so spannend, dafür aber die Bausubstanz, die auf jeden Fall an Prag erinnert. Interessant war vor allem die russisch-orthodoxe Kirche dort, in der gerade ein Gottesdienst mit ordentlich Weihrauch abgehalten wurde. Trotz einschlägiger familiärer Vorbelastung habe ich keine Ahnung von den Orthodoxen und ihrem Verständnis von Kirche. Würde mich mal interessieren, weil es in jedem Falle viel (spi-)ritueller abgelaufen ist, als der 0815 Gottesdienst der Evangelokatholiken.
Eine Abschließende kleine Wanderung mit Blick von einem Aussichtsturm auf Karlsbad rundete den Besuch ab, und am frühen Abend gings dann zurück nach Prag, wo es postwendend mit dem Besuch aus Gießen weiter zur Party ging. Anstrengend aber lohnenswert.
Fotos von Karlsbad
Donnerstag, 27. November 2008
Donnerstag, 20. November 2008
Sächsische Schweiz
Das nächste Ausflugsziel lautete Sächsische Schweiz. Nach ca. 2 Monaten mal wieder Deutschland betreten, und irgendwie hat es sich gut angefühlt mit den Einheimischen wieder die eigene Sprache zu sprechen-wenn der sächsische Dialekt auch total dämlich klingt.
Micha hat das ganze angeleihert, weil er schon einmal dort war. Trotz prognostiziertem Regen hielt sich das Wetter ziemlich gut, und es war ein traumhafter Ausflug. Um etwa 11 sind wir in Bad Schwandau angekommen und mehr oder weniger drauf los gewandert. Abgesehen von der wirklich unglaublichen Landschaft war der Nervenkitzelhöhepunkt eine kleine Klettertour, die man eigentlich nur mit Sicherung und Erfahrung besteigen sollte. Mit beidem konnten wir nicht dienen. Wie auch immer, ich muss da in jedem Fall noch einmal für längere Zeit hin.
Bilder
Ab und an frage ich mich, ob ich eigentlich überhaupt noch studiere. Die nächste Klausur (HNO) steht erst nächste Woche an - noch viel zu weit weg, um darüber nachzudenken. Eher mache ich mir Gedanken über die nächsten Ausflugsziele. Morgen werde ich nach Karlsbad fahren, und für das übrige Wochenende sind Hendrik, Tim und Matze aus Gießen hier in Prag und wollen ein bisschen bespaßt werden. Der Wientrip, der ursprünglich geplant war, musste leider auf Januar verschoben werden und nächstes Wochenende gehts ab nach Krakau. So zumindest der Plan. Langweilig wirds hier auf jeden Fall gar nicht. Ich bin sogar ein bisschen froh, wenn ich Weihnachten (für phänomenal günstige 30 Euro mit der Bahn) nach Oldenburg fahre, und ich mich nicht mehr genötigt fühlen muss, das maximal mögliche aus diesem Aufenthalt rauszuquetschen. Und ich freue mich auf ein kleines bisschen Privatsphäre. Zwar komme ich mit Micha super zurecht, dennoch ist es hin und wieder anstrengend keinen Rückzugsraum zu haben.
Aber bis dahin geht hier noch so einiges!
Micha hat das ganze angeleihert, weil er schon einmal dort war. Trotz prognostiziertem Regen hielt sich das Wetter ziemlich gut, und es war ein traumhafter Ausflug. Um etwa 11 sind wir in Bad Schwandau angekommen und mehr oder weniger drauf los gewandert. Abgesehen von der wirklich unglaublichen Landschaft war der Nervenkitzelhöhepunkt eine kleine Klettertour, die man eigentlich nur mit Sicherung und Erfahrung besteigen sollte. Mit beidem konnten wir nicht dienen. Wie auch immer, ich muss da in jedem Fall noch einmal für längere Zeit hin.
Bilder
Ab und an frage ich mich, ob ich eigentlich überhaupt noch studiere. Die nächste Klausur (HNO) steht erst nächste Woche an - noch viel zu weit weg, um darüber nachzudenken. Eher mache ich mir Gedanken über die nächsten Ausflugsziele. Morgen werde ich nach Karlsbad fahren, und für das übrige Wochenende sind Hendrik, Tim und Matze aus Gießen hier in Prag und wollen ein bisschen bespaßt werden. Der Wientrip, der ursprünglich geplant war, musste leider auf Januar verschoben werden und nächstes Wochenende gehts ab nach Krakau. So zumindest der Plan. Langweilig wirds hier auf jeden Fall gar nicht. Ich bin sogar ein bisschen froh, wenn ich Weihnachten (für phänomenal günstige 30 Euro mit der Bahn) nach Oldenburg fahre, und ich mich nicht mehr genötigt fühlen muss, das maximal mögliche aus diesem Aufenthalt rauszuquetschen. Und ich freue mich auf ein kleines bisschen Privatsphäre. Zwar komme ich mit Micha super zurecht, dennoch ist es hin und wieder anstrengend keinen Rückzugsraum zu haben.
Aber bis dahin geht hier noch so einiges!
Dienstag, 18. November 2008
Oldenburg in Prag
Die Zeit rast. Und ich komme nicht hinterher, meinen Aufenthalt im Blog zu kommentieren. Bereits zwei Wochenenden die in jedem Fall berichtenswert sind, sind bereits vergangen, und ich versuche den Verzug ein wenig aufzuholen.
Am vorletzten Wochenende hatte ich Besuch von alten Oldenburger Freunden: Annika, Achim und Jan Lars, mit denen ich zur Schule gegangen bin bzw. Musik gemacht habe. Die zwei Jungs sind am Donnerstag Abend bereits per Zug nach Prag gekommen, Annika haben wir am nächsten Tag vom Flughafen abgeholt. Prognostiziert wurde bereits im Vorfeld ein fulminantes Partywochenende. Und das sollte es dann auch werden. Am Freitag gings mit dem "üblichen Touriprogramm" los. Karlsbrücke, Schloss, Moldau und schon war der Nachmittag vorbei.
Am Abend habe ich den hohen Besuch gebührend in die vielleicht beste Jazzkneipe bei Bier und Livemusik geführt.War schonmal ein Kracher. Um einen kleinen Eindruck von dem Jazz zu bekommen, hier klicken. Die Jungs waren echt großartig.
Einziger Wehrmutstropfen: Annikas Gepäck, gut verstaut im Bahnhofsschließfach war um 1 als wir nach Hause wollten, nicht mehr zugänglich.
Am Samstag ging es dann nach Vysehrad, einem Stadtteil Prags, der wunderschön und vor allem nicht von Touristen überlaufen ist. Gabs glaub ich auch schon nen Eintrag drüber :)
Abends Italienisch essen (es gibt hier mehr Italienische Restaurants als in Italien selber), alkoholische Präparation im Wohnheim und Abschluss in einem der größten Tanzclubs Europas. Fünf Etagen und eigentlich nur schlechte Musik, aber mit den dreien kann man fast überall hingehen und Spaß haben. Einzig dumme war wieder Annikas Koffer, den wir zwar diesmal rechtzeitig abgeholt haben, in dem nur eine Flasche Weißwein zu bruch ging. Prinzipiell hätte sie komplett ohne Ersatzklamotten kommen können, Unterwäsche wurde freundlichster Weise von den zwei Herren gestellt :)
In dem Club mit der schlechten Musik haben wir noch eine Kommilitonin von mir getroffen, die auch Freundinnen da hatte, und haben gemeinsam einen super Abend verbracht. Um halb sieben wieder im trauten Heim angekommen, und am nächsten Tag die zwei Jungs zum Bahnhof gebracht. Zwar war das Wochenende insgesamt eher verregnet, der Sonntag hingegen war wettertechnisch so, wie ich die Wochenenden zuvor in Prag genießen durfte: Sonne ohne Ende. Den Tag habe ich dann mit Annika in einem der umliegenden Parks verbracht.
Insgesamt war es den Prognosen entsprechend ein phänomenales Wochenende das Wiederholung schreit und dessen Nachwirkungen sich nur ein einem Kater der Lachmuskeln bemerkbar machten.
Viele Bilder dazu
Am vorletzten Wochenende hatte ich Besuch von alten Oldenburger Freunden: Annika, Achim und Jan Lars, mit denen ich zur Schule gegangen bin bzw. Musik gemacht habe. Die zwei Jungs sind am Donnerstag Abend bereits per Zug nach Prag gekommen, Annika haben wir am nächsten Tag vom Flughafen abgeholt. Prognostiziert wurde bereits im Vorfeld ein fulminantes Partywochenende. Und das sollte es dann auch werden. Am Freitag gings mit dem "üblichen Touriprogramm" los. Karlsbrücke, Schloss, Moldau und schon war der Nachmittag vorbei.
Am Abend habe ich den hohen Besuch gebührend in die vielleicht beste Jazzkneipe bei Bier und Livemusik geführt.War schonmal ein Kracher. Um einen kleinen Eindruck von dem Jazz zu bekommen, hier klicken. Die Jungs waren echt großartig.
Einziger Wehrmutstropfen: Annikas Gepäck, gut verstaut im Bahnhofsschließfach war um 1 als wir nach Hause wollten, nicht mehr zugänglich.
Am Samstag ging es dann nach Vysehrad, einem Stadtteil Prags, der wunderschön und vor allem nicht von Touristen überlaufen ist. Gabs glaub ich auch schon nen Eintrag drüber :)
Abends Italienisch essen (es gibt hier mehr Italienische Restaurants als in Italien selber), alkoholische Präparation im Wohnheim und Abschluss in einem der größten Tanzclubs Europas. Fünf Etagen und eigentlich nur schlechte Musik, aber mit den dreien kann man fast überall hingehen und Spaß haben. Einzig dumme war wieder Annikas Koffer, den wir zwar diesmal rechtzeitig abgeholt haben, in dem nur eine Flasche Weißwein zu bruch ging. Prinzipiell hätte sie komplett ohne Ersatzklamotten kommen können, Unterwäsche wurde freundlichster Weise von den zwei Herren gestellt :)
In dem Club mit der schlechten Musik haben wir noch eine Kommilitonin von mir getroffen, die auch Freundinnen da hatte, und haben gemeinsam einen super Abend verbracht. Um halb sieben wieder im trauten Heim angekommen, und am nächsten Tag die zwei Jungs zum Bahnhof gebracht. Zwar war das Wochenende insgesamt eher verregnet, der Sonntag hingegen war wettertechnisch so, wie ich die Wochenenden zuvor in Prag genießen durfte: Sonne ohne Ende. Den Tag habe ich dann mit Annika in einem der umliegenden Parks verbracht.
Insgesamt war es den Prognosen entsprechend ein phänomenales Wochenende das Wiederholung schreit und dessen Nachwirkungen sich nur ein einem Kater der Lachmuskeln bemerkbar machten.
Viele Bilder dazu
Dienstag, 4. November 2008
Bierheuschrecken
Mal wieder Zeit für einen Eintrag. Vor allem, nachdem ich mich kürzlich mit Europas Bierstatistik auseinandergesetzt habe. Dabei musste ich feststellen, dass nicht wie vermutet der gemeine deutsche Bierbauch einsam und unangefochten am schnellsten, meisten und qualitativ hochwertigsten den güldnen Gerstensaft vernichtet. Nein, bei einem pro-Kopf-Verbrauch von 115 Liter pro Kopf und Jahr liegen wir ziemlich abgeschlagen auf Platz zwei hinter den Tschechen, die mit sehenswerten knapp 160 Litern fast noch einmal die Hälfte mehr in sich reinschrauben. Donnerwetter, hab ich mir gedacht, und musste auf den Schreck erst einmal einen halbes Maß Pilsener Urquell verdrücken. Doch aus deprimiert-sinnierender Gefühlslage, gekränkt und aus enttäuschter Liebe zu seinem bierseeligen Vaterland, entspringen den meisten Schöngeistern, Dichtern und Denkern, wie ich einer bin, die dollsten Geistesblitze:
Denn Tschechen habe ich in Tschechien noch kaum welche getroffen. Wenn man über die Plazas und durch die Parks streift, sieht und hört man eigentlich nur Touristen, allen voran Deutsche. Und genau die sorgen für diesen gewaltigen Umsatz.
Zweitens kann man hier auch einfach nicht seinen Bierkonsum einschränken - es werden aus Prinzip, oder Tradition, oder welchen Gründen auch immer, nur 0,5l Flaschen verkauft. Ist mir allerdings auch nicht ganz unsympathisch. Allerdings ist der Gerstensaft hier mit 4,2 % viel milder als jener, nach wohlbekannt deutschem Reinheitsgebot gebraute Nektar, und lässt sich mirnichtsDirnichts herunterstürzen, ohne auf den mannigfaltigprickelnderfrischendherben (das Attribut "herb" existiert bierbetreffend hier einfach nicht) Geschmack zu achten.
Das letzte und rhetorisch somit wichtigste Argument folgt auf dem Fuße:
Das Bier wird hier staatlich subventioniert!!!
Glaub ich zumindest. Aber anders kann ich mir das einfach nicht vorstellen, denn nahezu jedes Bier ist hier im Supermarkt günstiger als das billigste Wasser. Selbst wenn man im Restaurant eine schäbige 0,2 Liter Cola bestellt, bekommt man das Bier für 2/3 des Coke-Preises. 0,5 l wohlgemerkt!
Diese Statistik geht einfach nicht mit rechten Dingen zu, war ja klar.
Beruhigt von diesen Gedanken kann ich mich noch kurz weiteren mehr oder weniger wichtigen Dokumentationen meines Aufenthalts hier widmen. Letzte Woche habe ich per Klausur und mündlichem Examen Zeugnis über meine exzellente Kenntnis der zahlreichen ophthalmologischen Pathologien / gemeinhin ekligen Augen abgelegt. Dies wurde wiederum zünftig begossen - allerdings aus gekränktem Stolz nicht mit Bier, sondern mit dem zweitwichtigsten tschechischen Getränk Absinth. Außerdem gab es leckere spanische Tortillias, Salat und Micha hat einen unglaublich leckeren, griechischen Nachtisch gebaut.
Bilder dazu.
Ach ja: Aus welchem Grunde auch immer haben zwei Italiener zu meinen Ehren mir mit einer Tanzperformance gehuldigt - das kann ich natürlich niemandem vorenthalten - vor allem den beiden nicht.
Es stellt Südeuropäer generell dabei vor eine nahezu unlösbare meinen Namen gescheit auszusprechen. Bei dem Versuch dabei kommt in etwa ['Suhn-ken] raus, wie diverse Stimmen aus dem Off und die zwei Grazien demonstrieren. Lieber wären mir zwar weibliche Cheerleader gewesen, aber für den Anfang will ich mich damit begnügen.
Video
Sonntag haben wir an einem organisierten Ausflug zu einer von Touristen eher unberührten Burg (von der eigentlich nichts mehr übrig war), Kirche und Friedhof mit leider nebeligem Blick auf die Moldau teilgenommen. Das ganze hatte aber eben insofern seinen Scharm, da man dort kaum Touristenvolk antrifft. Abschließend habe ich dann mit Micha den Abend in einer Jazzkneipe ausklingen lassen. Das ist auch etwas, was ich noch einmal herausheben möchte. Die Jazzszene ist hier der Hammer. Jeden Abend qualitativ hochwertigster live-Jazz in Kellergewölben. Leider mit etwa acht Euro etwas teuer für Prager Verhältnisse, aber heute habe ich einen Teil meines Stipendiums überwiesen bekommen, und beschlossen, dass es in Livemusik jedweder Art bestens angelegt ist!
Ein paar Bilder dazu.
Denn Tschechen habe ich in Tschechien noch kaum welche getroffen. Wenn man über die Plazas und durch die Parks streift, sieht und hört man eigentlich nur Touristen, allen voran Deutsche. Und genau die sorgen für diesen gewaltigen Umsatz.
Zweitens kann man hier auch einfach nicht seinen Bierkonsum einschränken - es werden aus Prinzip, oder Tradition, oder welchen Gründen auch immer, nur 0,5l Flaschen verkauft. Ist mir allerdings auch nicht ganz unsympathisch. Allerdings ist der Gerstensaft hier mit 4,2 % viel milder als jener, nach wohlbekannt deutschem Reinheitsgebot gebraute Nektar, und lässt sich mirnichtsDirnichts herunterstürzen, ohne auf den mannigfaltigprickelnderfrischendherben (das Attribut "herb" existiert bierbetreffend hier einfach nicht) Geschmack zu achten.
Das letzte und rhetorisch somit wichtigste Argument folgt auf dem Fuße:
Das Bier wird hier staatlich subventioniert!!!
Glaub ich zumindest. Aber anders kann ich mir das einfach nicht vorstellen, denn nahezu jedes Bier ist hier im Supermarkt günstiger als das billigste Wasser. Selbst wenn man im Restaurant eine schäbige 0,2 Liter Cola bestellt, bekommt man das Bier für 2/3 des Coke-Preises. 0,5 l wohlgemerkt!
Diese Statistik geht einfach nicht mit rechten Dingen zu, war ja klar.
Beruhigt von diesen Gedanken kann ich mich noch kurz weiteren mehr oder weniger wichtigen Dokumentationen meines Aufenthalts hier widmen. Letzte Woche habe ich per Klausur und mündlichem Examen Zeugnis über meine exzellente Kenntnis der zahlreichen ophthalmologischen Pathologien / gemeinhin ekligen Augen abgelegt. Dies wurde wiederum zünftig begossen - allerdings aus gekränktem Stolz nicht mit Bier, sondern mit dem zweitwichtigsten tschechischen Getränk Absinth. Außerdem gab es leckere spanische Tortillias, Salat und Micha hat einen unglaublich leckeren, griechischen Nachtisch gebaut.
Bilder dazu.
Ach ja: Aus welchem Grunde auch immer haben zwei Italiener zu meinen Ehren mir mit einer Tanzperformance gehuldigt - das kann ich natürlich niemandem vorenthalten - vor allem den beiden nicht.
Es stellt Südeuropäer generell dabei vor eine nahezu unlösbare meinen Namen gescheit auszusprechen. Bei dem Versuch dabei kommt in etwa ['Suhn-ken] raus, wie diverse Stimmen aus dem Off und die zwei Grazien demonstrieren. Lieber wären mir zwar weibliche Cheerleader gewesen, aber für den Anfang will ich mich damit begnügen.
Video
Sonntag haben wir an einem organisierten Ausflug zu einer von Touristen eher unberührten Burg (von der eigentlich nichts mehr übrig war), Kirche und Friedhof mit leider nebeligem Blick auf die Moldau teilgenommen. Das ganze hatte aber eben insofern seinen Scharm, da man dort kaum Touristenvolk antrifft. Abschließend habe ich dann mit Micha den Abend in einer Jazzkneipe ausklingen lassen. Das ist auch etwas, was ich noch einmal herausheben möchte. Die Jazzszene ist hier der Hammer. Jeden Abend qualitativ hochwertigster live-Jazz in Kellergewölben. Leider mit etwa acht Euro etwas teuer für Prager Verhältnisse, aber heute habe ich einen Teil meines Stipendiums überwiesen bekommen, und beschlossen, dass es in Livemusik jedweder Art bestens angelegt ist!
Ein paar Bilder dazu.
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